Gesellschaft

Hallo Europa? Hier die Babelblogger!

Artikel veröffentlicht am 13. März 2008
Im Magazin veröffentlicht
Artikel veröffentlicht am 13. März 2008
Verkehrte Welt: die Franzosen sollen plötzlich selbstkritisch sein? Berlin fragt sich 'Was'n dit'? Und Neuigkeiten vom Club der lebenden Dichter. Entdecke die Babelblogs.

Existentielles aus Berlin

Eine Stadt kennen zu lernen, bedeutet nicht nur ihre Architektur zu entdecken oder in ihren Cafés zu sitzen. Eine Stadt lebt vor allem durch ihre Bewohner und deren Gewohnheiten, die dem Uneingeweihten recht abwegig erscheinen können. Um einen Kulturschock zu vermeiden, hat unsere Lokalredaktion in Berlin ihre neue Serie "Was’n dit?" gestartet - frei nach Berliner Schnauze. Damit wollen sie der ewigen Unentschlossenheit ein Ende bereiten und existentielle Fragen wie "Warum geht man in einer autofreien Straße nicht bei Rot über die Ampel?" klären.

Selbstkritische Franzosen

Auf der anderen Seite des Rheins stellt man sich Fragen - wie soll's auch anders sein - zur Grande Nation. Die Autoren von La Parisienne, egal ob Franzosen oder nicht, greifen schonungslos das französische Gesundheitssystem an, angeblich das Beste der Welt. Ein besonders bissiger Schreiber kritisiert das Eingreifen der französischen Politik in Wirtschaftsfragen. Stellt sich die Frage, warum die Europäische Zentralredaktion ausgerechnet Paris als ihr Domizil auserkoren hat?

Kosovo: Eine Vielzahl von Reaktionen

Das aktuelle Zeitgeschehen bringt es mit sich, dass auch Babelblogs mitunter ganz schön ernst sein können. Das Kosovo und seine kürzlich erklärte Unabhängigkeit beispielsweise haben viele Blogger zur Stellungnahme veranlasst. Der Autor des Blogs Zincdeleurope ist von der Haltung der europäischen Union enttäuscht und wirft Fragen auf, die viel mehr Platz benötigen als einen einfachen Post - ein paneuropäisches brain-storming beispielsweise. Das Thema? Die Überschreitung des Nationalstaatrahmens und der Begriff der Ethnie, zwei Konzepte, die dem Balkan seit Jahrhunderten auf der Seele liegen. Die Budapester Lokalredaktion - serbischer Nachbar - stellt ihrerseits die Position Ungarns hinsichtlich des Kosovo dar. Der Artikel macht besonders dann Sinn, wenn man bedenkt, dass ein Drittel der Ungarn außerhalb der Landesgrenzen lebt.

Erasmus, von einer Stadt zur andern

Auch Eurogeneration hat eine Serie veröffentlicht. Das Blog dreht sich um die universitären Experimente in unterschiedlichen europäischen Städten. Die erste Etappe des Erasmus City Guide: Budapest, aus der Sicht des italienischen Studenten Roberto Yanguas, der in Ungarn Jura studiert hat. Hier findet ihr alle Tipps und Tricks, um schnell ins "europraktische" Leben der ungarischen Hauptstadt einzutauchen.

Der Club der lebendigen Dichter

Europa reimt sich auch auf Kultur. Daran erinnert uns ein Interview mit Antontio Gamoneda, einem renommierten spanischen Poeten. Zu finden ist dieses auf dem Poetry Blog. Obwohl der Poet von Babelianern interviewt wird, hat Gamoneda kein Problem zuzugeben, dass er noch nie "eine einzige Internetseite gesehen hat". Sein Diskurs untersucht die Gründe für die Existenz der Poesie. Soll sie die Welt verändern? Der betagte Poet gibt darauf eine scharfe Antwort: "Die Poesie ist nicht in der Lage, soziale oder historische Veränderungen zu beeinflussen. Sie kann aber sehr gut die Gewissen verfeinern und intensivieren."

Es ist doch nur ein "Bis Bald"

Auf coffeefactory, dem offiziellen Babel-Teamblog, findet ihr einen Post von Vanessa, Koordinatorin der Community, die bald ihren Posten aufgeben wird, um neue Horizonte zu entdecken. Europäisch werden diese allerdings bleiben, wird sie doch Generalsekretärin von European Youth Press. Aber keine Angst, werte Fans von Vanessa, sie wird weiterhin Redaktionsmitglied von cafebabel.com sein, allerdings in Brüssel!