Gesellschaft

Frauenmärsche: Pussies gegen POTUS

Artikel veröffentlicht am 22. Januar 2017
Artikel veröffentlicht am 22. Januar 2017

Gestern haben tausende Männer und Frauen in Washington DC gegen die 'Inauguration' des neuen US-amerikanischen Präsidenten, Donald Trump, protestiert. Und sie waren nicht allein: Hunderttausende schlossen sich in 'Sister Marches' über ganz Europa verteilt an, von London bis Vilnius. 

Laura, 20 (Paris)

"Ganz ehrlich? Der Protest an sich wird nicht viel ändern. Aber es ist wichtig, dass Aktivisten auf der ganzen Welt wissen, dass sie nicht alleine sind. Wenn amerikanische Feministen die Menge an Leuten sehen, die in Frankreich Beistand leistet, dann wird es sie motivieren, für ihre Rechte zu kämpfen. Heute hier zu sein heißt: Solidarität zu zeigen."

Hannah, 22 (Barcelona)

"Ich bin hier, um gegen die zu demonstrieren, die meine Rechte und die der Menschen, die ich liebe, in Frage stellen. Wir lassen uns nicht unterkriegen."

Erdost, 25 (Budapest)

“Als farbiger Mann in Ungarn möchte ich Solidarität mit diesem Marsch und den Frauen weltweit zeigen. Ich hoffe, die Märsche werden Verständnis hervorrufen und den Anliegen mehr Aufmerksamkeit verschaffen." 

Chandni, 24 (Hamburg)

"Ich bin hier, weil ich unzufrieden damit bin, dass Trump für die folgenden vier Jahre gewählt wurde (vielleicht werden es sogar noch mehr). Mein Ziel ist es, zu sehen und zu lernen, wer heute hier ist, wofür sie stehen und wie ich selbst aktiver werden kann."

Whit, 33 (Paris)

"Trump steht für für eine Frauenfeindlichkeit, die die ganze Welt ansteckt. Wir müssen jetzt zeigen, dass wir zu unseren Partnern, Menschen, Frauen stehen. Gleichheit für alle ist das Wichtigste gerade und wir kehren aktuell in Zeiten zurück, die einfach nur erschreckend sind. Ich will meinen Teil dazu beitragen, damit wir vorankommen. Auf die Sache aufmerksam machen, meinen Part beisteuern, meine Frau unterstützen, meine Freunde und mein Land, so wie ich es in Erinnerung behalten möchte."

Imogen, 24 (Barcelona)

"Ich bin hier, um meinen Support anzubieten, wir alle müssen jetzt zusammen arbeiten. Ich hoffe, der Marsch inspiriert Leute, zusammenzuhalten und echten Wandel herbeizuführen." 

Petra, 22 (Budapest)

"Ich bin in den Staaten aufgewachsen und möchte nach dem Studium in Ungarn eigentlich wieder zurück. Neben Frauenrechten bin ich heute auch hier, weil Trumps Präsidentschaft meinen Status als als Einwandererfrau in den USA beeinflussen könnte. Ich hoffe die weltweiten Märsche zeigen, dass es eine alternative Stimme zu Trump gibt und dass wir auch während seiner Präsidentschaft, die nur einen Moment der Geschichte darstellt, nicht aufgeben werden!"

Nele, 32 (Hamburg)

"Ich habe die US-Wahlen in den letzten 18 Monaten verfolgt und sie haben mich sehr beeunruhigt. Und dann wurde eine Katastrophe daraus. Ich bin hier hergekommen, um die Chance warzunehmen, gegen den Wandel einzustehen, den Trump repräsentiert und den man auch zunehmend in Europa erkennen kann. Deshalb wollen wir Widerstand leisten."

Laureline, 21 and Margot, 19 (Paris)

Margot: "Wir sind heute hier, um zu zeigen, dass wir zu den amerikanischen Frauen stehen und dass wir es ablehnen, Trump zu akzeptieren. Wir halten nicht einfach nur Plakate hoch.

Laureline: "Warum sollten wir nicht hier sein?!"

Ananya, 21 (Barcelona)

"Ich bin hier, weil ich gegen Faschismus einstehen möchte. Und weil ich an die Kraft der Leute glaube. Ich wünschte, wir würden nicht immer nur an uns selbst denken."  

Becca, 43 (Budapest)

"Ich bin heute mit meinen Kindern gekommen, um ihnen zu zeigen, dass wir handeln müssen, wenn wir einen besseren Ort aus unserer Welt machen möchten. Auch wenn das jetzt naiv klingt - es ist so einfach! Kurz nach der Traurigkeit, die am Inauguration-Tag herrschte, ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig zeigen, dass es Hoffnung gibt und wir alle irgendwie betroffen sind."

Holly, 27 und Amer, 27 (Hamburg)

Amer: "Ich komme aus Syrien. Donald Trump will Russland zum Freund, das kann ich nicht durchgehen lassen."

Holly: "Mich machen die nationalistischen Bewegungen wirklich betroffen. Hass ist keine Lösung. Ich wollte hier teilnehmen, um zu zeigen, dass viele Menschen diese neue Regierung nicht unterstützen und sich öffentlich dagegen aussprechen wollen."