Gesellschaft

EU-Parlamentarier pendeln ins Freudenhaus, sagt Koch-Mehrin

Artikel veröffentlicht am 21. November 2008
Artikel veröffentlicht am 21. November 2008
Die Vizepräsidentin der Europäischen Liberalen, Silvana Koch-Mehrin, wirft den Parlamentariern vor nach Straßburg zu pendeln, als handle es sich „um ein paar nette Urlaubstage und den obligatorischen Besuch im Freudenhaus.“ Das hatte gesessen. Reaktionen.

Foto, SKM„Wer im Parlament etwa Zwangsprostitution verurteilt, muss sich vor dem Ausgang auch entsprechend verhalten, sonst leidet die Glaubwürdigkeit und die Würde des ganzen Hauses,“ erklärte Koch-Mehrin der Bunten am 4. November.

Der Präsident der Europäischen Volkspartei (EVP), Joseph Daul, hat diese Haltung der liberalen Politikerin als “inakzeptabel” bezeichnet und verlangte im gleichen Atemzug eine öffentliche Entschuldigung sowie eine Reaktion des Parlamentspräsidenten, Hans-Gert Pöttering, der alsbald versprach, in einem öffentliche Schreiben Stellung beziehen zu wollen.

Die Debatte um die Freudenhäuser war bereits im Oktober dieses Jahres entbrannt, als 40 Parlamentarier aus Skandinavien eine Kampagne gestartet haben, in der sie verlangten, dass für Europarlamentarier keine Hotels mit Escort-Service und pornografischen Filmen mehr zur Verfügung gestellt werden dürften.