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Erasmus in Budapest: Tipps und Tricks

Artikel veröffentlicht am 29. Februar 2008
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Artikel veröffentlicht am 29. Februar 2008
Eurogeneration präsentiert: den „Erasmus City-Guide“! In unserer neuen Reihe zeigen wir Euch die schönsten Städte Europas – aus der Perspektive derer, die sie als Erasmusstudenten kennen gelernt haben. Ihre Darstellung erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll mehr ein kurzer Erfahrungsbericht sein, den Ihr kommentieren oder ergänzen könnt.

Diese Woche zeigt uns Roberto Yanguas sein Budapest, wo er vor zwei Jahren sein Erasmusjahr verbracht hat.

Wohnungssuche: Wohnungsvermittlung

Wenn man die Sprache nicht kann, ist das wahrscheinlich das größte Problem. Da es in Budapest selbst nur wenige Studentenwohnheime gibt, sollte man sich hier an eine Wohnungsvermittlung wenden.

Budapest besteht aus den Stadteilen Buda und Pest, die in mehrere Bezirke unterteilt sind. Ich wohne im sechsten Bezirk, der neben dem fünften und dem siebten zum Wohnen am besten ist. Der achte Bezirk ist gefährlich, den sollte man meiden. Überhaupt gilt: Wenn Ihr als Erasmus da seid, ist Pest besser als Buda.

An der Universität: Nur nicht zuviel studieren

Ich habe Jura studiert, an der Peter Pazmany University. Die Kurse wurden alle auf Englisch gehalten, wobei die Profs die Sprache unterschiedlich gut beherrschen. Wer als Erasmusstudent nicht unbedingt viel studieren will, ist hier gut aufgehoben: Meistens muss man nur eine kleine schriftliche Arbeit abgeben. Prüfungen gibt es fast gar nicht – ich habe gerade mal eine gemacht.

Die Sporthallen sind geschlossen, aber bei schönem Wetter kann man auf Margherite Island gut draußen kicken.

Die drei besten Adressen

Ein Bier mit Freunden im Szimpla (mein Lieblingslokal). Man kann es schlecht beschreiben ... Es ist dekadent, alt und schmutzig – aber mir gefällt‘s.

Zur Erholung in die Therme von Szechenyi. Einen ganzen Tag lang Sauna, Whirlpool und Dampfbad für 8 EUR. Danach fühlt man sich wie neu geboren!

Nicht verpassen: Ristorante Paprika (in der Nähe von Szechenyi) oder Stex Haza. Ich empfehle Gulaschsuppe und Hühnerbrust mit drei Sorten Käse. Oder eben Schweinekotelett Carpatian style. Unglaublich lecker!

Abends: Tischfußball und eine Verabredung mit der Polizei

Die Erasmusstudenten gehen immer in Morrison‘s Pub in der Nähe der Oper - dort ist Mittwochs Karaoke, das lieben die Ungarn - oder ins Old Man‘s Pub (in der Nähe der Erszebet körut und vom Szimpla). Dann gibt es noch das Szoda, das Sark, ... Passt auf Eure Klamotten auf: Die verschwinden manchmal auf mysteriöse Weise.

Die Erasmuspartys finden meistens zuhause statt. Am besten ruft man vor der Party bei der Polizei an und gibt Bescheid. Dann haben die Nachbarn später nichts zu sagen: War alles angemeldet.

Die Ungarn sind verrückt auf Tischfußball: Einfach eine Münze auf den Tisch legen und warten, bis Du dran bist. Der Gewinner bleibt übrig.

Mit Drogen muss man aufpassen, das gibt Probleme mit der Polizei. Gilt für Kokain wie auch für Haschisch.

Fazit

Eine großartige Erfahrung, die ich auf jeden Fall empfehlen kann!

Kennst Du Budapest anders? Oder hast Du eine Frage an Roberto? Wer will, kann auch einen Blick auf den Budapest-Babelblog werfen. In der nächsten Woche geht es nach Portsmouth, England.