Beşiktaş: Engagierter Fußball made in Türkei
In Istanbul ist es eine Identitätsfrage, an welchen Fußballverein man sein Herz hängt. Während Galatasaray für den Adel und Fenerbahçe für den asiatischen Teil Istanbuls stehen, hat sich Beşiktaş selbst zur „Mannschaft des Volkes“ (halk takim) erklärt. Aber bei Beşiktaş geht die Anhängerschaft über das reine Fan-Sein hinaus: Markige Parolen zieren die Transparente, die Fans marschieren bei politischen Demonstrationen mit – und dann ist der Vorsitzende auch noch Armenier… Die Beşiktaşli stehen für den sozialen Fortschritt und die Integrität des Fußballs. Cafebabel.com hat sich mit einigen dieser politisch engagierten Fans getroffen.
Kindertag mit Atatürk: Chronik eines Modellvaters
Während im April in der Türkei hunderte Studenten gegen die Internetzensur im Lande demonstrierten und höhere Subventionen für öffentliche Universitäten forderten, fand wie jedes Jahr zur gleichen Zeit ein Kinderfest statt – getreu dem Willen von Mustapha Kemal Atatürk. Eine Feier mit Spielen und Tänzen, über dem gebieterisch und allgegenwärtig das Bild des Landesvaters thront. Erinnerungen eines albanischen Kindes, das heute erwachsen ist.
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Einmal Türkei-Deutschland: Rückfahrkarte inklusive
Nach ihrer Kindheit in Deutschland beschlossen sie, dem Land ihren Rücken zuzuwenden und in ihre Heimat – die Türkei – zurückzukehren. In Istanbul nennt man sie mit leicht abfälligem Unterton „Almanci“. Hasan, Cengiz, Hazar und Cigdem erzählen uns die Geschichte ihrer Rückkehr an die Ufer des Bosporus.
Genozid war gestern: Versöhnung zwischen Türken und Armeniern
Die armenische Frage drängt sich den Besuchern gleich bei ihrer Ankunft in Istanbul auf. Wir befinden uns auf dem Flughafen Sabiha Gökçen, benannt nach der ersten Kampfpilotin der Geschichte, Adoptivtochter von Atatürk. Im Jahre 2004 wagt es der Journalist Hrant Dink, Herausgeber der türkisch-armenischen ZeitschriftAgos, zu schreiben, sie sei in Wirklichkeit Waise armenischer Eltern gewesen, was eine heftige Polemik hervorrief. Er wird wegen „Verleumdung der türkischen nationalen Identität“ (Art.301 des Strafgesetzbuches) verurteilt. Als „Feind der Nation“ bezeichnet, wird Hrant Dink am 19. Januar 2007 vor dem Verlagshaus seiner Zeitung auf offener Straße erschossen. Seitdem lebt sein Name in aller Gedächtnis.
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