Weltumwelttag: Feuer unterm Hintern für ‘grünes’ Europa
Überall vernehmen wir heute die gleichen Slogans: Ob Kopenhagen oder Kioto: “Die desaströsen Resultate der letzten großen Klimakonferenzen haben das Versagen einer globalen Klimapolitik aufgezeigt. Uns läuft die Zeit davon…!” Und das, obwohl die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit immer mehr Teil unseres täglichen Lebens sind: Ganz selbstverständlich wird der Gurkensalat seit dem letzten europäischen EHEC-Lebensmittelskandal beim Grillabend weggelassen oder warnt die italienische Mama vor rohem Gemüse. Die japanische Katastrophe von Fukushima hat die Debatte zum Atomausstieg erneut angeheizt und Kanzlerin Angela Merkel kürzlich dazu geführt, der Kernenergie in Deutschland bis 2022 den grünen Laufpass zu geben. Dass „grüne Tendenzen“ in Europa „in“ sind, zeigt die cafebabel.com-Reportagereihe “Green Europe on the ground”, in deren Rahmen grün in Berlin getanzt, grün in Brüssel gezeichnet, grün in Spanien angebaut oder grün in Budapest designt wird. Zum Weltumwelttag am 5. Juni stellen wir ein Best of der Serie vor.
Sevillas Bioprodukte zieht es ins Ausland
Sevilla exportiert seine Bioprodukte nach ganz Europa und macht Spanien damit zum führenden europäischen Hersteller im biologischen Landbau. Der spanische Bioexport stellt aber nicht nur eine Chance für die Zukunft des alternden Primärsektors dar, sondern wird von Verfechtern des Lokalkonsums zunehmend in Frage gestellt.
Rom: Mit dem Fahrrad ans Ende der Hölle
Eigentlich bin ich eine Gewohnheitsradlerin. Aber die Praxis hat aus mir einen Radfahrer aus Überzeugung gemacht. Da ich aus Straßburg komme, einer Stadt, in der der Drahtesel König ist, habe ich alles dafür getan, um in Rom ein Fahrrad aufzutreiben - trotz der besorgten Kommentare aus meinem Umfeld: „Das ist Selbstmord!“ Nach vier Tagen Einsamkeit in einer Stadt, die von Autos beherrscht wird, habe ich entdeckt, dass man als Radfahrer quasi einem Kamikaze gleichkommt.
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Energie-Revolution auf Berliner Dancefloors
In Sachen Green Clubbing kannte man bisher vielleicht den Club WATT in Rotterdam und seinen erneuerbare Energie erzeugenden Dancefloor. Aber bis auf diese Initiative, eher symbolisch als wirkungsvoll, bleibt in Clubs und auf Festivals die Energiewirtschaft ein schattenhaftes Terrain, das einige Berliner Visionäre sich nun entschlossen haben zu betreten.
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Comics: Öko-Traumfabrik Brüssel
Kaum einer weiß es, doch es existiert noch ein anderes Brüssel. Es ist nicht die Stadt, die man tatsächlich besuchen kann. Das andere Brüssel ist grüner, romantischer, menschlicher. Es existiert nur in den Vorstellungen und Bildern derer, die gelernt haben, die Stadt so zu lieben, wie sie ist – mit all ihren Widersprüchen, ihren unsinnigen Baustellen und ihrem 'erzwungenen' Dasein zwischen den zwei Herzen Europas: dem lateinischen und dem germanischen. Ein Comiczeichner, ein visionärer Architekt und ein Künstler erklären uns anhand ihrer Werke, wie und warum sie von einem anderen Brüssel träumen.
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Öko-Ideologie in Budapest: Wir machen’s grün, weil es gerade in ist
Ökodesign ist gerade in ganz Europa in aller Munde - und auch Budapest versucht auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen. Doch das Label 'grün' ist in Ungarn oftmals nur eine leere Worthülse, ein Verkaufsargument einer Konsumwelt, die den ökologischen Grundgedanken in weite Ferne rücken lässt.
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