Auf den Fersen von Premier Hashim Thaçi in Priština
Der Premierminister des Kosovo geht dann und wann als seriöser Politiker durch, andererseits wird er als ehemaliger Guerilla-Führer und Mafiaboss bezeichnet: Hashim Thaçi projiziert viele Bilder, die an offene Wunden des Balkans erinnern. Deshalb sind wir den Spuren des 42-Jährigen 4 Tage lang im Kosovo gefolgt: Von der Provinz, in der Thaçi geboren wurde, über die 'serbische Vorhölle' - die Enklave Mitrovica - bis zu einem Treffen im Grand Hotel von Priština.
Kleines Geld, große Dinge: 4 Film- und Kunstinitiativen made in Kosovo
Das Wirtschaftsklima im Land ermöglicht die Finanzierung eines einzigen Films durch das hiesige Centre for Cinematography. Auch Ausstellungsräume sind knapp. Junge Kosovaren, die sich der Kunst verschrieben haben, arbeiten deshalb dort, wo sie denken gebraucht zu werden - in der Gesellschaft, mit Menschen wie ihnen.
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Jung sein im Kosovo: „Should I stay or should I go?”
Drei Jahre nach seiner Unabhängigkeit steht der Kosovo vor unerfüllten Versprechen: „Zehn Jahre großzügiger humanitärer Hilfe konnten dem Land keinen wirtschaftlichen Aufschwung verschaffen“, sagen Beobachter. Stattdessen boomt die Korruption. Dennoch gibt es immer noch junge Kosovaren, die hoffnungsvoll in die Zukunft blicken und in ihr Land zurückkehren.
Drei Jahre Unabhängigkeit: In Priština wird getanzt, designt, aber nicht debattiert
Das Kosovo ist eines der optimistischsten Länder der Welt; der Anteil der Unter-Dreißigjährigen an der Bevölkerung beträgt ganze 70%. Musik, Kneipen und Kunst bestimmen meinen viertägigen Aufenthalt in der Hauptstadt Priština, drei Jahre, nachdem in der Stadt die Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien erklärt wurde.
