10 Jahre cafebabel.com: Online-Mag einer Generation - aber welcher?
Wir sind die Generation P - wie Praktikom, precario, précaire. Und dabei trotzdem immer verkabelt. Auf Facebook kommen wir uns sowohl verloren als auch ‚connected‘ vor. Wir heißen mal X, ach nee, Y. Wie auch immer, so sind wir eben, einfach da - mit vielen Fragen ohne Antworten. Das deutsche Sachbuch „Die netten Jahre sind vorbei“ hilft uns in puncto Generationsbegriff ein bisschen auf die Sprünge. Unsere Eltern kennen uns in- und auswendig und wissen, in welche Kategorien wir zu stecken sind. Ihre Generation, das war Kommunismus, Drogenrausch und Mao. Das aktuelle Kino steht eher auf Erasmus, Netzwerkeln und Billigflieger… und natürlich den Dauerbrenner - Praktika! Julien Bayou, Mitbegründer des Kollektivs „Génération Précaire“ ist unfreiwillig zum Gesicht einer Generation geworden, die jobtechnisch ordentlich im Schlamassel steckt. Sie muss ihre Rechte mit dem Ellbogen erkämpfen. Und das in einer Gesellschaft, die uns keinen Namen zu geben vermag. Zum 10. Geburtstag des Europamagazins versucht sich cafebabel.com mit Hilfe einer Handvoll junger Europäer darin, unser Generationsporträt zu zeichnen.
Generation 'E-Mail ohne Betreff': Psychoanalyse junger Europäer
Europas Jugend scheint durch den Mangel an Perspektiven und Chancen, Zielen und Hoffnungen von dieser ewigen 'Leere' traumatisiert. Die beste Metapher hierfür sei eine "E-Mail ohne Betreff" meint eine junge Mitarbeiterin einer Jugendorganisation und studierte Psychologin aus Rumänien.
Julien Bayou von Génération Précaire: Auf "den Elefanten im Raum" aufmerksam machen
Der Franzose ist vor kurzem 30 geworden und vielleicht ein bisschen unfreiwillig das „offizielle Gesicht“ einer Generation, die ordentlich im Schlamassel steckt: die génération précaire, die Probleme hat, am Monatsende ihre Miete zu zahlen und sich mit Praktika oder Verträgen, die nur selten diesen Namen verdienen, zu begnügen. Nebenbei ist der Aktivist und Mitbegründer der Kollektive Génération Précaire und Jeudi Noir seit 2010 auch Politiker bei Europe Ecologie. Im kürzlich von Jeudi Noir besetzten Haus in der Avenue Matignon, das unter ständiger Polizeiüberwachung steht, kommt er für cafebabel.com auf den Kampf im Namen der Jugend in Frankreich und Europa zurück.
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Erasmus, 9-11, soziale Netzwerke: Die Ereignisse einer Generation, aber welcher?
Sie tippen schneller auf der Tastatur, als sie mit einem Stift schreiben können. Die Generation Einstein, Generation Google, Generation Y, eine weitere 'Verlorene Generation'… Sie zu beschreiben ist nicht einfach. Die jungen Leute zwischen 20 und 35 Jahren sind weltweit vernetzt und leben in einer Welt, die kaum noch etwas mit der ihrer Eltern gemein hat. Analysten und die von der ständigen Ungewissheit Betroffenen diskutieren die zentralen Themen, um diese nur schwer greifbare Generation verstehen zu können.
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Generation was-denn-nun? "Die netten Jahre sind vorbei"
Aus der Generation X wurde kürzlich die Generation Y, die Generation Praktikum ist ein Dauerbrenner. Welchen Buchstaben oder Titel man aber auswählt, so richtig greifen kann uns niemand. Kann man uns tatsächlich generationstechnisch über einen Kamm scheren? Diese Frage stellte sich das deutsche Autorenduo Manuel J. Hartung und Cosima Schmitt in ihrem Buch Die netten Jahre sind vorbei. Schöner Leben in der Dauerkrise (Campus Verlag, 2010). Darin versuchen sie sich an der Analyse der schwierigen Zukunft einer Generation ohne Namen.
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Kommunisten, Kiffer, Spießer: Europäische Generationen in sieben Filmen
Die führenden Köpfe im Medien- und Kulturbetrieb Europas streiten sich darum, wer der heutigen Generation als erstes einen Namensstempel verpassen wird: die Krise? Soziale Netzwerke? Billigflieger? Während die hohen Herren an ihren Fingernägeln kauen, werfen wir einen Blick auf die Versuche, die tatsächlich Erfolg damit hatten eine Epoche zu kennzeichnen und das auch noch im Kinoformat: Sieben Filme, um europäische Generationen kennenzulernen.
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Irlands Expat-Emigranten: Wanderjahre mit Silberlöffel
Als sich das Land in einem Wirtschaftsboom aalte, verließen Tausende die grüne Insel. Das Wort „Diaspora“ klang dabei nur noch wie eine Kapitelüberschrift aus Die Asche meiner Mutter [des US-amerikanischen Autors mit irischen Wurzeln Frank McCourt; 1996]. Jetzt, da das Land pleite gegangen ist, haben sich die „Expats“ der guten Zeiten über Nacht in „Immigranten“ verwandelt. Im Jahr 2010 gesellten sich ihnen noch 65.000 weitere Menschen hinzu, die vor dem wirtschaftlichen Kollaps aus Irland flohen.
Karrieregeile Don Quichottes? Die 1960er über die 1980er-Generation
Nur eine Generation trennt uns. Mit einer Distanz von zwei Jahrzehnten blicken unsere Eltern zwar liebevoll, aber auch kritisch auf unsere Generation, die Kinder der 1980er Jahre. Videospiele, Arbeitslosigkeit, Reisen und Geld - eine Analyse unserer Identität aus Elternsicht.
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