Alternativ leben: Bleibt alles anders…
Da ist es wieder, das, was der Franzose « Metro - Boulot - Dodo » (Metro, Arbeit, Schlafen) nennt, das tägliche Klingeln des Weckers. Die Urlaubsfotos sind längst auf der externen Festplatte verstaut: Uni-Alltag - du hast uns wieder. Doch der ein oder andere Europäer hat einen anderen Plan ausgeheckt, um dem Leben im Rhythmus des „9-to-5“ zu entfliehen. Da sind zum Beispiel Estelle und Espen, ein norwegisch-französisches Paar, das 2011 in See stechen wird, um aus dem grauen einen blauen Alltag zu machen. Klara und Felix tauschen ihren Semesterplan gegen Wanderschuhe auf dem Jakobsweg. Ein alternativer Lifestyle kann allerdings auch Teil eines neuen Lebensgefühls sein, würden Freeganismus-Anhänger oder osteuropäische Squatter in Amsterdam argumentieren. Cafebabel.com hat einige europäische Aussteiger ein kurzes Stück auf ihrem Weg begleitet.
Segeltörn nach Phantásien 2011: "Wenn dir ein Land auf den Keks geht, kannst du die Leinen los lassen"
Estelle aus Frankreich, Espen aus Norwegen - und ihr gemeinsamer Traum, auf offener See zu leben, einmal mit ihrem Hightech-Stahl-Boot AURYN rund um die Welt zu segeln. Was wie eine romantische Adaptierung der Unendlichen Geschichte von Michael Ende klingt, wird im Mai 2011 Wirklichkeit.
Jakobsweg: Tägliche 'Salbungen' in der Pilgerwelt
Über 140.000 Menschen aus aller Welt pilgerten 2009 den Jakobsweg nach Santiago de Compostela (Spanien), wo sich das Jakobsgrab befinden soll. Gut 14.000 von ihnen stammten aus Deutschland, darunter auch Klara Gockel (22) und Felix Wenzel (23). Pilgern war für sie allerdings weniger „Beten mit den Füßen“ als vielmehr ein einzigartiges Erlebnis.
Freeganismus - Dinner aus der Tonne
Sie könnten sich ein Dinner aus dem Supermarkt sicherlich leisten und bevorzugen trotzdem die Mülltonne - die Freeganer! Freeganismus (engl. freeganism), für einen kleinen Prozentsatz der Weltbevölkerung bereits zur Lebensart geworden, ist vor allem eine stark gegen das Konsumdenken gerichtete Haltung. Das Konzept steht für die offene Ablehnung von Konzernen, die sich nur selbst bereichern wollen und dadurch dazu beitragen, dass der Verkauf von Gütern in Reinform heute mehr und mehr abnimmt.
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Osteuropa squattet in Amsterdam: Das Gespenst der Freiheit
Einst waren die Hausbesetzer von Amsterdam eine politische Bewegung, die das Gesicht der niederländischen Hauptstadt veränderte. Heute lernen junge Osteuropäer in den „Squats“ fürs Leben.
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