Generation Jobsuche: Verloren oder recycelbar?
In ganz Europa blicken junge Menschen zunehmend unsicher in die Zukunft: Krise verpflichtet, selbst die Gewieftesten müssen ihre Ambitionen auf kleinster Flamme köcheln lassen und sind gezwungen sich auf vagem Job-Terrain zu bewegen. So zum Beispiel die Geister, die sich - Voltaire war gestern! - mehr und mehr in der Wirtschaft umsehen. Um die Krise erfolgreich zu umschiffen, zögern andere Jobeinsteiger auch nicht, den Journalistenberuf für eine Stelle als Krankenschwester an den Nagel zu hängen…und finden sich schlussendlich in einer Situation wieder, die sie vollkommen ausfüllt. Genauso könnte der Slogan für unsere Generation lauten: Wir sind verloren, aber bedauern nichts.
Philosophie-Studenten: Mit Kant in die Finanzwelt
Der Prototyp des Philosophie-Studenten lebt auf dem Mond. In einer Welt der Finanzen und des Marketing scheint er ein Fremdkörper zu sein. In Wirklichkeit haben wir es jedoch mit einem verängstigten, jungen Menschen zu tun, dessen Zukunft die Krise scheinbar verbaut hat, und der sich wahrscheinlich immer wieder fragt, ob ihm Sokrates und Aristoteles noch irgendwie weiterhelfen können. So hoffnungslos ist es für die Geisteswissenschaftler allerdings doch nicht. Einige ehemalige Studenten haben den Schritt auf den Arbeitsmarkt geschafft. Ob als Verkäufer, Politiker oder Manager, europäische Philosophie-Absolventen beweisen, dass das Bild vom „armen Philosophen“ nicht der Realität entsprechen muss.
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Berufswechsel: Keine Angst mehr vor Veränderung
In bestimmten Augenblicken ist es normal, sich zu fragen: Möchte ich das? Ist das tatsächlich das Beste für mich? In bestimmten Umständen ist eine Umorientierung der beste Weg hin zu neuen Jobangeboten oder einem höheren Gehalt. Manchmal ist es auch eine Art, zu überleben, bis zu unserem „großen“ Tag. Marta, Joanne, José Ramón und Miriam sind die Akteure dieser Geschichte. Sie haben nicht alle das gleiche Alter, arbeiten in verschiedenen Berufen - aber eine Sache verbindet sie: Sie haben keine Angst mehr vor Veränderung. Und das hat ihnen zum Erfolg verholfen.
Jobmarkt: Kopf hoch Lost Generation
Wir sind die neue „Lost Generation“. Chancenlos und überflüssig. Wirklich? In den vergangenen Wochen war in den Zeitungen zu lesen, dass sich die heutigen Studenten und Uni-Absolventen fragen, ob es für sie überhaupt noch Sinn macht, sich für ihre Karriere ins Zeug zu legen. Aber mal ganz langsam. Einatmen, ausatmen. Es ist noch nicht an der Zeit, die Hoffnung aufzugeben. Wir haben vier junge Europäer der „verlorenen Generation“ über Traum- und Albtraumjobs philosophieren lassen.
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EP-Nesthäkchen Emilie Turunen zur Generation Praktikum: "Wir sind die Zukunft"
In Europa ist es einer der am meisten vernommenen Klänge: Praktikant reimt sich auf Debütant oder hochbrisant, je nachdem. Die Situation ist so kritisch, dass eine ganze Generation von der halbherzigen EU-Arbeitsmarktpolitik betroffen ist. Doch MdEP Emilie Turunen ist vielleicht im Begriff, alles zu ändern. In ihrem kürzlich verabschiedeten Bericht fordert die 26-jährige Dänin die Abschaffung unbezahlter Praktika in Europa. Und wer könnte diese desillusionierende Entwicklung besser beurteilen als das Nesthäkchen im Europaparlament selbst?
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