Berlin in der Krise, ich auch nicht!
Maksim findet, dass alle Berliner ein bisschen « krass drauf sind », Emil kleidet sich nur in Vintage - „Äußerlichkeiten sind in Berlin nicht wichtig“. Und Paul? Sieht die deutsche Hauptstadt als einen „riesigen Freiluftpark für Künstler“. Kurz und gut, den Wahlberlinern zufolge sei ihr Domizil die letzte wirklich freie (Hippie-) Metropole in Europa. Doch so einfach ist es nicht: Auch wenn Armut sexy sein kann, es bleibt immer noch Armut, Soziales kommt oft zu kurz. Sicher, die Kreativität bleibt eines der Markenzeichen der ehemals geteilten Stadt - doch ebendies könnte man von der Arbeitslosigkeit behaupten. Hinzu kommt die Wirtschaftskrise, die auch den in Berlin ansässigen Griechen zu schaffen macht. Cafebabel.com war in Berlin im Rahmen des Projekts EUcrisis on the ground vor Ort.
"Berlin ist wie ein Alfa Romeo": Expat-Autoren und kriselnde Stadtpoesie
"Die Stadt erschien zugleich erbarmungswürdig und verführerisch: grau, schäbig, verkommen, aber doch vibrierend von nervöser Vitalität, gleißend, glitzernd, phosphorisierend, hektisch animiert, voll Spannung und Versprechen." So beschrieb Klaus Mann 1923 Berlin. Ist diese leidenschaftliche Beschreibung heute immer noch aktuell? Die deutsche Hauptstadt durch das Prisma und die Geschichten dreier Schriftsteller aus dem Ausland, die Berlin zu ihrer Wahlheimat gemacht haben. Ein privilegierter Ausgangspunkt der Beobachtung, um ein Mosaik komplexer Klischees zu entschlüsseln.
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Berliner Spleen: „Arm sein ist nicht cool, aber okay"
Geld und die Krise sind in der deutschen Hauptstadt eher Nebensache. Stattdessen konzentrieren sich einige junge Berliner lieber auf andere Dinge - zum Beispiel auf die Kunst. "Arm sein ist nicht cool, aber okay“, sagen sie. In bulgarischen Ohren (wie meinen) klingt solch ein Argument vielversprechend: Denn im offiziell ärmsten Land der EU ist Geldmangel, im Gegensatz zu billigem Glamour, nicht gerade eine Tugend.
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Irland in Berlin: Immer und nie in der Krise
Angesichts einer Arbeitslosenquote von 13,7% wird erwartet, dass etwa 40.000 Iren dieses Jahr ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit und neuen Möglichkeiten verlassen werden. Dem irischen Economic and Social Research Institute zufolge werden 2011 weitere 40.000 Menschen folgen. Deutschland ist eines der Hauptziele in Europa. Bereits heute leben in Berlin rund 1 700 irische Auswanderer - und das, trotz einer fast genauso hohen Arbeitslosenquote wie auf der grünen Insel.
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Berlin: Eine Mauer von Unterschieden trennt Griechen und Deutsche
Das multikulturelle Berlin ist seit den 1950er Jahren Anlaufpunkt für Einwanderer. Neben jungen Deutschen sitzen heute unter anderem auch junge Griechen auf den Bänken der Berliner Uni. Aber wie ist das Leben für Griechen in Berlin zu Zeiten, in denen deutsche Zeitungen die Griechen als „arm“ und „faul“ bezeichnen? Ein Treffen mit den neuen Sündenböcken Europas.
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