Europas Enkel des Faschismus
Rechtsextremistische Parteien sind in Europa weiterhin auf dem Vormarsch: Geert Wilders muss sich gegen den Vorwurf der Volksverhetzung verteidigen, Le Pen in Frankreich zieht bereits seine Enkelin zum politischen Nachwuchs heran, die Lega Nord in Italien oder Jobbik in Ungarn haben sich zu regelrechten Systemen weiterentwickelt und ergattern mehr und mehr Sitze im Parlament. Doch um diese sehr mediatisierten, rechtsextremistischen Zugpferde herum haben sich zusätzlich eine ganze Menge Underground-Gruppen gebildet, die sich eines populistischen Diskurses rund um Islamfeindlichkeit, Antiglobalisierung und Regionalismus bedienen. Zu ihren Stärken gehören innovative Kommunikationsmethoden im Netz und das Besetzen neuer Symbole: das wandelbare Gesicht des europäischen Rechtsextremismus.
Europas populistische Rechte: Identität, Systemkritik und Anti-Islam
Populistische rechte Parteien haben in Europa Aufwind. Nach Geert Wilders in den Niederlanden, hat die Familie Le Pen bei Frankreichs Regionalwahlen vom 14. und 21. März 2010 abgeräumt. Als „extremistisch“ wollen sich die drei erfolgreichsten rechspopulistischen Parteien allerdings nicht bezeichnen lassen.
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Bloc Identitaire: Die fabelhafte Welt der französischen Rechtspopulisten
Kein Entkommen gab es gegenüber den Parolen des Bloc Identitaire (BI) anlässlich der französischen Regionalwahlen am 14. und 21. März 2010. An den Wahlurnen hatten diese selbsternannten Kulturschützer der "Ursprungsfranzosen" kaum Erfolg. Doch ihre anti-islamische Rhetorik wird künftig von allen Parteien der extremen Rechten aufgegriffen.
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Der nette Nazi von nebenan: Das neue Gesicht des deutschen Rechtsextremismus
Springerstiefel, Bomberjacke, Baseballschläger und Glatze - so sieht in vielen Köpfen der typische Neonazi aus. Doch schon längst gehen die Rechtsextremisten in Deutschland subtiler vor, um ihre Ansichten zu verbreiten und neue Anhänger zu gewinnen.
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Casa Pound Italia: Die Enkel des Duce
Casa Pound Italia ist Teil der neofaschistischen Bewegung in Italien. „Wir bauen die Welt, die wir wollen!“, schreien die Militanten auf der Internetseite der Gruppe, inspiriert an den Worten eines Dichters und bereit, in Aktion zu treten. Ein Blick auf die Bewegung, die sich einerseits am Faschismus inspiriert, aber andererseits das Etikett des „Rechtsextremismus“ zurückweist.
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Rechtsextremismus und völkisches Denken in Ungarn: "Ein irrsinniges Gewaltpotenzial"
Der Rechtsruck in der ungarischen Politik ist besorgniserregend. Trotz des Verbots von 2009, zieht die paramilitärische Ungarische Garde der Jobbik weiter durch das Land und hetzt im Namen des Großungarntums gegen Juden und Zigeunerkriminalität. Den Rechtskonservativen (Fidesz) und Rechtsextremisten (Jobbik) ist der Wahlsieg im April nahezu sicher. Magdalena Marsovszky, deutsch-ungarische Kulturwissenschaftlerin mit den Schwerpunktthemen Antisemitismus und Rechtsextremismus in Ungarn, geht dem völkischen Denken ihres Heimatlandes auf den Grund.
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