Ideenfabrik statt Krisensitzung in Sofia
Der Januar 2007 war ein historischer Moment für Bulgarien: Trotz fehlender Standards in puncto Korruption und Verbrechensbekämpfung trat das Balkan-Land gemeinsam mit Rumänien der EU bei und brachte die Anzahl der Mitgliedstaaten auf die heutigen 27. 3 Jahre später sind 5 cafebabel-Reporter überwältigt von Sofias nachwachsender Generation von Künstlern, Unternehmern und Medienmachern, die auch in Krisenzeiten nicht die Oberhand verlieren. Packt man den wachsenden Idealismus der politischen Jugend und eine zukunftsgerichtete ethnische Minderheit obendrauf wird klar, warum diese Hauptstadt eine der vielseitigsten EU-Metropolen der Zukunft darstellt. Der zweite Stopp in unserer Reportage-Reihe EUcrisis on the ground.
"M wie Mafia": Schluss mit bulgarischen Komplexen
Im Januar 2009 verbot der damalige Bürgermeister Sofias und heutige Premier Bulgariens regierungskritische Protestaktionen von Bürgern, die die korrupten Verhältnisse in ihrem Land bemängelten. Laut Transparency International ist Bulgarien nicht nur das ärmste EU-Land, sondern auch der Staat mit der höchsten Korruptionsrate. Auch ein Jahr nach den Demos besteht in Sofia eine „Protest-Kultur“ fort, genährt durch die städtische, kulturelle und mediale Zersplitterung einer in Vergangenheit und Traditionen verwurzelten Gesellschaft.
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Welche Krise? Bulgariens Unternehmer auf der Überholspur
Bulgariens Wachstum hat sich etwas verlangsamt, aber nirgendwo so stark wie im Westen von Sofia. Von ihren korrupten Vorgängern übernahm die Koalitionsregierung eine nahezu leere Haushaltskasse. Im Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation 2009 wurde die Unterstützung für Neuunternehmer gekürzt. Doch auch ohne den Finanzsegen setzen sich die Entschlossensten durch - Dörfer unterstützen Unternehmensgründungen, Studenten unterrichten Schüler in sozialer Fürsorge und Berater setzen sich für eine sozialorientierte Wirtschaft ein.
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Die bulgarische Linke auf der Suche nach einem neuen Sozialismus
Mit nur 18 % der Stimmen bei den letzten Wahlen im September 2009 ist die Bulgarische Sozialistische Partei (BSP) eine eher schwächelnde Opposition. Ihre Parteivorsitzenden, ehemalige Kommunisten mit einer Prise Nostalgie, lassen sich außen links von einer jungen Generation voller Ideen überholen, die eine Wende herbeiführen wollen.
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Jugendkultur in Bulgarien: Die Krise kommt uns nicht auf die Bühne
Eine neue Generation bulgarischer Künstler kämpft dafür, ihre Arbeiten inner- und außerhalb der Landesgrenzen zu zeigen - trotz knapper Mittel. Künstler erobern nach dem Umbruch der 1990er Jahre die kulturellen Bühnen ihres Landes zurück. Sie fordern von der Regierung mehr Transparenz und Maßnahmen, um neue Projekte anzuregen.
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Ab in die Selbständigkeit: Die Krise als Chance
Ohne fachkundige Beratung ein kleines Unternehmen zu gründen, ist wie ein Marathonlauf ohne vorheriges Training. Doch zum Glück gibt es den Europäischen Sozialfonds (ESF). Er finanziert Berater in „Unternehmensbrutkästen“ zur Vermittlung von Kontakten und Geldgebern. Ein Fallbeispiel aus Frankreich.
