Erasmus oder Pessimismus
Erst im April hat die Europäische Kommission es wieder bestätigt: Nur 10 Prozent europäische Studenten können heutzutage während des Studiums einen Auslandsaufenthalt absolvieren, während aber 53 Prozent gerne per Erasmus und Co. studieren würden. Woran liegt’s? Elitestudis, zu schmales Budget, schlecht organisierte Studenten… Hat das berühmteste europäische Austauschprogramm ausgedient?
Ungarische Erasmus-Studenten in Schottland bekommen die Wirtschaftskrise zu spüren
Keiner von uns wusste wo Dundee lag, als wird dort einen Studienplatz bekamen. Aber trotzdem dachten wir, wir hätten das große Los gezogen. Es war klar, dass das kommende Jahr eines der besten unseres Lebens werden würde: Schottlands Natur und Kultur sind beeindruckend, und Dundee ist preiswert - ein wichtiger Faktor für das tägliche studentische (Über-)Leben. Bis die Wirtschaftkrise unseren Enthusiasmus dämpfte und unsere Geldbörsen traf.
Das Erasmus-Programm - ein Auslaufmodell?
In Frankreich haben im Jahre 2008 etwa 4000 Erasmus-Stipendien keine Abnehmer gefunden. Effektivität, Geld oder Elitedenken: Warum aber auf die Auslandserfahrung verzichten?
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Bei tschechischen Studenten steht europäische Mobilität nicht im Vordergrund
Während es selbst dem tschechischen Staat mitten in der EU-Präsidentschaft etwas an Enthusiasmus für die europäischen Angelegenheiten fehlt, zeigen sich die Studenten wenig gewillt, in einem anderen europäischen Land zu studieren.
Paris-Japan-Dublin mit Erasmus
Sprachgymnastik, Durchsetzungsvermögen und den eignen Horizont erweitern. In einem Wort: Erasmus! Europäische Arbeitgeber wissen die Vorteile, die der Austausch mit sich bringt, zunehmend zu schätzen.
