Insulanerleben in EU-Übersee
4,3 Millionen europäische Bürger leben an den äußersten Rändern der Weltkarte. Die europäischen Inselstaaten tragen in den Brüsseler Schriften den barbarischen Namen „spezielle Gebiete der Mitgliedstaaten der EU“. Doch unter den Kokosnusspalmen brodelt es gewaltig: die Franzosen auf Guadeloupe und Martinique befinden sich im Generalstreik, afrikanische Immigranten stranden hoffnungslos auf den Kanaren. Grönland - bereits autonomes Gebiet - strebt nach mehr Unabhängigkeit. Hat Europa in dieser Entfernung einen Sinn?
Die Bronx, ein weiteres europäisches Überseegebiet
Naja, fast. Während der Springbrunnen auf dem Nordrasen des Weißen Hauses zur Feier des St. Patrick’s Day am 17. März grünes Wasser spritzte, schauen wir, wie Neuankömmlinge aus Europa den herkömmlich von Einwanderung geprägten Stadtvierteln in den fünf Bezirken New Yorks neues Leben eingehaucht haben. Ist Europa angesichts einer EU von 27 Mitgliedstaaten und einem fernen Brüssel jenseits des Ozeans lediglich ein abstraktes Konzept?
Grönland: das Fenster Europas zur Arktis schließt sich
Am 21. Juni 2009 wird Grönland noch etwas unabhängiger von Dänemark: Mittels Referendum wird den Einwohnern Grönlands ein neuer Selbstverwaltungsstatus zugestanden, durch den sie, neben ungefähr dreißig weiteren Kompetenzen, das Recht an ihren eigenen Energiequellen erhalten.
Krise schwappt in Europas Überseegebiete
Malik Duranty ist ein junger Absolvent der Politikwissenschaften der Universität der Antillen und Französisch-Guyana. Ihm zufolge lassen sich die ersten Folgen der Krise besonders in EU-Übersee spüren. Zu den Europawahlen im Juni 2009 soll der soziale Charakter der EU in den Vordergrund rücken.
Tropfen aus Übersee
Inseln und Archipele, Antarktisterritorien, Gesellschaften und Kulturen, die am anderen Ende des Äquators pulsieren: Die Gebiete der EU in äußerster Randlage sind durch Gesetzestexte mit dem Kontinent verbunden. Aber das Signieren eines Dekretes schafft keine Identität.
Rückfahrt inklusive: Immigranten auf den Kanaren
Im Frühling ist auf den kanarischen Inseln wieder verstärkt mit Einwanderungswellen aus Afrika zu rechnen. 2008 werden laut dem Roten Kreuz mehr als 2.400 Immigranten erwartet.
