Berlin

Berlin Jukebox: Young Magic

Artikel veröffentlicht am 31. August 2014
Artikel veröffentlicht am 31. August 2014

Wie könnte man den Sound von Young Magic beschreiben? Denkt an fliegende Rhythmen, psychedelische Zymbeln und an einen Himmel voller Wolken…oder an nichts von alldem. Aber was macht diese junge Band aus New York so besonders? Ein Grund ist wohl ihr vielschichtiger, niveauvoller Sound. Neugierig geworden? Dann dreht die Berlin Jukebox auf. 

Vielleicht ist New York City eben doch ein magischer Ort. Zumindest ist es die Geburtsstätte einiger sehr schöner Bands. Als der autralische Musiker Isaac Emmanuel nach Brooklyn kam, folgte er schnell seinen kreativen Impulsen. Nachdem er die indonesisch-australische Sängerin Melati Malay getroffen hatte, wandelte sich sein Soloprojekt 2010 in das, was heute Young Magic ist: ein „Klangpaar“, wie sie sich selbst bezeichnen, das zwischen Ländern, Sounds und musikalischen Landschaften wandert. Nachdem die Band 2012 schon sieben Tracks releast hatte, nahmen Isaac und Melati ihr erstes Album Melt für Carpark Records auf und gingen in den Vereinigten Staaten, Europa, Japan und Australien auf Tour. Im Februar 2014 veröffentlichte die Band schließlich ihre zweites Album Breathing Staues, das sie in New York, Marokko, Frankreich, Australien, Island und in der Tschechischen Republik aufgenommen haben. Während Isaac und Melatin der harte Kern von Young Magic sind, haben sie bereits mit einer Reihe an Drummern zusammengearbeitet. Im Moment tourt die Band mit dem bolivianischen Percussionisten Daniel Alejandro Siles Mendoza durch Europa. 

Young Magic, "Sparkly" aus dem Album Melt (2012). 

Als wahre Weltbürger und musikalische Globetrotter sind Young Magic mehr als glücklich, Zeit in Berlin zu verbringen, wann immer ihr Tourneeplan es erlaubt. Am Montag, den 4. August, spielten sie eine Show auf dem Badeschiff, während hinter den Lagerhallen an der Spree die blutrote Sonne unterging. Wir sprachen mit Isaac Emmanuel, um Licht in das musikalische Mysterium zu bringen.

Cafébabel: Young Magic - was macht einen Namen aus?

Ein Name sollte mit der Zeit sein Eigenleben entwickeln und hoffentlich von seiner wörtlichen Bedeutung wegkommen. Unser Name tauchte vor Jahren in einem Traum auf und ich konnte ihn einfach nicht vergessen.

Young Magic, "Fall In" aus dem Album Breathing Statues (2014).

Cafébabel: Was ist das Detail oder die Zutat, die eine Show zu einer großartigen Show macht?

Da gibt es nicht nur ein Detail, stattdessen ist es großartig, wenn alles in dem Moment stimmt – das Setting, das Publikum, die Qualität des Sounds und ein freier Kopf. Oft realisierst du gar nicht, wo du bist, bis die Show vorbei ist…und das ist meistens ein gutes Zeichen.

Cafébabel: Was kommt zuerst? Die Musik oder die Lyrics?

Die Musik. Sie ist die erste Sprache, die wir nutzen, um miteinander zu sprechen, wenn wir etwas produzieren – Lyrics kommen erst danach.

Cafébabel: Wie fühlt sich Berlin an?

Es ist eine Stadt mitten in einem konstanten, schnellen und allumfassenden Wandel. Und es fühlt sich gut an: ein schöner Ort, um ruhig zu werden und kreativ zu sein. Ich genieße auch die Abwesenheit von starren Regeln und die erhellenden Gespräche mit den Menschen, die hier leben.

Young Magic, You With Air (2012). 

Mehr von Young Magic gibt es hier: http://youngmagicsounds.com/.

Cafébabel Berlin schmeißt die Jukebox an

Keine Lust mehr auf die immer gleichen Tophits, Radioschleifen oder Spotify-Play­lists? Ab April 2014 stellen wir euch in der Rubrik Jukebox junge Musiker, DJs und Live Acts aus Berlin vor, die noch Unerhörtes zu bieten haben. Mehr Tracks und Playlists gibt es auf Facebook und Twitter