Zuhause ein Star, in Europa unbekannt

Artikel veröffentlicht am 1. Mai 2006
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Artikel veröffentlicht am 1. Mai 2006

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Ob Johnny Holliday in Frankreich oder Doda Elektra in Polen: Noch immer hat jede Nation ihren eigenen Star.

Frankreich: Johnny Halliday, der Rockstar-Opa

Seit dem Anfang seiner Karriere in den sechziger Jahren ist er ein Star. 33 von seinen Singles sind auf Platz 1 der französischen Charts gelandet, die letzte erst im Dezember letzten Jahres. Er gilt als der französische Elvis, hat trotz seines Alters einen beachtlichen Fanclub und seine Konzerte sind grundsätzlich ausverkauft. Allein in Frankreich hat er über 100 Millionen Platten verkauft.

Johnny Halliday hat vier gescheiterte Ehen hinter sich, eine davon mit der Sängerin Sylvie Vartan, mit der er 15 Jahre lang das Traumpaar Frankreichs war. Mit seiner jetzigen, nunmehr fünften Frau hat Johnny ein vietnamesisches Mädchen, Jade, adoptiert. Im Januar dieses Jahres hat er einen Antrag auf die belgische Staatsangehörigkeit gestellt, Gerüchten zufolge nur, um die hohen Steuern in Frankreich zu umgehen. Die belgische Einbürgerungskommission hat über seinen Fall bislang noch nicht entschieden.

Polen: Doda Elektroda, über Geschmack sollte man nicht streiten

Die 23-jährige polnische Sängerin ist die Tochter des Welt- und Europameisters im Gewichtheben Pawe Rabczewski und die Frau des Fußballspielers des Krakauer Vereins Wisa Kraków, Radosaw Majdan. Mit ihrem extravaganten Benehmen, ihren knappen Outfits und vulgären Äußerungen erregt sie immer wieder Aufsehen. Sie ist ein beliebtes Opfer der Boulevardpresse, die sich mit großem Vergnügen über ihre Modevergehen, ihre Schönheitsoperationen und ihre skandalösen Bemerkungen auslässt. Nach den neuesten Informationen hat sie sich Verletzungen an der Wirbelsäule zugezogen, die angeblich auf eine Überlastung durch die 4kg schweren Brustimplantate zurückzuführen sind. Überaus selbstsicher und von ihrem Talent und ihrer Schönheit überzeugt, hat sie in einem Interview für die Zeitschrift „Przekrój“ geäußert, sie habe „… einen knackigen Hintern, schöne Beine und einen verführerischen Blick“, wenn sie sich im Spiegel betrachte. In Kürze will sie die USA zu erobern.

Italien: Luca Cordero di Montezemolo, König der Wirtschaft

Man verbindet ihn mit dem, was die Italiener am meisten lieben: Fußball und Autos. In erster Linie ist er jedoch ein Geschäftsmann, Chef von Ferrari, Maserati und Fiat. Schon in den achtziger Jahren bekleidete Montezemolo wichtige Positionen im Fiat-Imperium und war u.a. Manager von Cinzani-Drinks und Direktor der Verlagsgesellschaft Itedi. 1984 gelang es ihm, die italienische Yacht Azzurra am American Cup teilnehmen zu lassen, was eine Premiere in der Geschichte dieses Wettkampfs war. Anfang der Neuziger wurde er vom Fiat-Chef Gianni Agnelli mit dem Vorstandsvorsitz von Ferrari betraut. Vor zwei Jahren, am 27. Mai 2004, wurde Montezemolo zum Vorsitzenden der italienischen Businesslobby Confidustria ernannt, bevor er wenige Tage nach dem Tod von Umberto Agnelli, auch den Vorstandsvorsitz von Fiat, der Muttergesellschaft von Ferrari, übernahm. Er ist ebenfalls der Vorsitzende von FIEG (Federazione Italiana Editori Giornali) und stellvertretender Vorsitzender des Fußballvereins von Bologna. Die Zeitung „Financial Times“ hat ihn 2004 ins Ranking der 50 besten Manager der Welt aufgenommen.

Lettland: Raimonds Pauls, Komponist

Es gibt wohl keinen Letten, der Raimonds Pauls nicht kennt. Der bekannteste lettische Komponist hat am Konservatorium Klavier studiert, ist aber anschließend sehr schnell den Reizen des Jazz erlegen. Sein Repertoire hat er sich beim Spielen in Restaurants und Bars angeeignet. Im Alter von lediglich 28 Jahren wird Pauls Dirigent des nationalen Philharmonieorchesters. In den Siebzigern und Achtzigern leitete er die Band des staatlichen Radiosenders, aus der zahlreiche Stars der lettischen Unterhaltungsmusik kamen. Auch hatte Pauls fünf Jahre lang das Amt des lettischen Kulturministers inne. Nachdem Lettland seine Unabhängigkeit wieder gewonnen hatte, widmete er sich hauptsächlich der Arbeit mit dem berühmten Kinderorchester „Dzeguzte“. Er hat Stücke für sechs Musicals und Musicalfilme sowie drei Ballette komponiert. Zurzeit ist er außerdem im Beraterstab des lettischen Präsidenten tätig.

Deutschland: Thomas Gottschalk, Entertainer

Thomas Gottschalk ist durch sein Unterhaltungsprogramm „Wetten das…???“ berühmt geworden, das nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz sehr erfolgreich ist. Seine Karriere hat beim Bayerischen Rundfunk begonnen, wo er die Sendung „Pop nach acht“ moderierte. Seit 1987 ist er der Moderator von „Wetten das…???“, wo er zahlreiche Stars und berühmte Persönlichkeiten als Gäste und Wettkandidaten empfangen hat. So kam er u.a. zu einer kleinen Rolle in dem Film „Sister Act 2“, nachdem Whoopi Goldberg ihre Wette verloren hatte. Er wohnt zurzeit mit seiner Familie in Malibu in Kalifornien, plant jedoch bald nach Deutschland zurückzukommen, denn er hat sich in NRW das Schloss Marienfels gekauft.