Zahltag: Londons Hickhack um 3000 Flüchtlingskinder

Artikel veröffentlicht am 29. April 2016
Artikel veröffentlicht am 29. April 2016

Erst hatte London herausposaunt, es würde bis 2020 3000 Flüchtlingskinder aufnehmen. Aber ganz so klar scheint der mit dem UNHCR abgestimmte Plan dann doch nicht.

Nachdem die Nachricht bekannt wurde, dass die Briten (bis 2020 sage und schreibe) 3000 elternlose Flüchtlingskinder aus Nordafrika und dem Nahen Osten aufnehmen sollten, kam am vergangenen Montag promptes Feedback von den Londoner MPs aus dem Unterhaus. Mit 294 Stimmen gegen 276 ließen sie basically verlauten, dass die Flüchtlingskinder bleiben können, wo der Pfeffer wächst. Aber nicht in Großbritannien.

Nice try, das House of Lords (das britische Oberhaus) war mit dieser Entscheidung nicht ganz so amused und konterte mit 279 Votes zu 172 für die Aufnahme der Kinder. Die Zusatzvereinbarung zum sogenannten Immigration Bill wurde ursprünglich von Lord Dubs vorgeschlagen, der als Kind selbst vor dem Holocaust fliehen musste. Die EU-Kommission schätzt die Zahl der Asylbewerber in Europa bis Ende 2017 auf drei Millionen. Etwa 4000 Menschen starben 2015 auf dem Mittelmeer. Vielleicht kann sich das House of Commons im zweiten Wahlgang doch noch mit der Zahl anfreunden?