Zahltag: Generation Y in der Misere

Artikel veröffentlicht am 17. März 2016
Artikel veröffentlicht am 17. März 2016

„Verloren“, „vergessen“, „desillusioniert“ – so werden die jungen Leute heutzutage bezeichnet. Doch eine Zahl bringt die Probleme und Herausforderungen der 18-35-Jährigen auf den Punkt. In einigen der reichsten Länder der Welt liegen die Einkommen der Generation Y 20% unter dem Landesdurchschnittsgehalt. 

Nimmt euch 30 Sekunden Zeit und macht den Test. Wenn ihr „Generation Y are…“ in Google eingebt, spuckt der Suchmotor diese Stichwörter aus: „idiots“, „lazy“ (faul) und „selfish“ (egoistisch). Der Algorithmus liefert den Beweis: Die Generation Y Opfer fällt ihren eigenen Stereotypen zum Opfer. 

Junge Leute  - und diejenigen, die sich für ihre Probleme interessieren – haben diese Wörter benutzt, um über ihre schwierige Situation zu sprechen und gleichzeitig Vorurteile abzubauen.

Eine Zahl wird zum Symbol einer ganzen Generation. In einer vom Guardian veröffentlichten Studie geht hervor, dass die Generation Y 20% weniger verdient, als der nationale Durchschnitt in den westlichen, reichsten Staaten. Acht Länder (Australien, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien und Amerika) wurden untersucht. Die Informationen zu den Gehältern stammen aus einer Datenbank, die weltweit die Haushaltseinkommen zusammenfasst (Luxembourg Income Study).

Vor 30 Jahren war es noch üblich, dass junge Leute mehr als der Durchschnitt verdienten. Grund für den Gehaltsverlust seien mehrere Faktoren, so der Guardian: Arbeitslosigkeit, der globalisierte Arbeitsmarkt, das demographische Ungleichgewicht und der Anstieg der Immobilienpreise. Jungen Leuten wird es in unserer modernen Gesellschaft besonders schwer gemacht, schwerer als allen Anderen. So viel steht fest.