Zahltag: Extreme Armut sinkt weltweit

Artikel veröffentlicht am 22. Juli 2016
Artikel veröffentlicht am 22. Juli 2016

Ja, 2016 ist es auch möglich, mit guten Nachrichten aufzuwachen. Auch wenn man dafür wissen muss, wo sie zu finden sind.  

Ihr habt es doch bestimmt auch schon gespürt. Zwischen Brexit, Donald Trump, dem Militärputsch in der Türkei, dem LKW-Attentat in Nizza und dem Klimawandel, sind die Momente, in denen man fröhlich von seinem Sofa hochschnellt, recht rar geworden. Ok, da ist noch Pokémon Go, aber ein kurzer Blick auf euer veraltetes Smartphone-Modell genügt - heute ist selbst die Technologie gegen euch.

Was bleibt dann eigentlich noch? Gute Nachrichten, aber man muss wissen, wo sie zu finden sind. Das unterstreicht ein kürzlich auf der amerikanischen Webseite Quartz erschienener Artikel. Im dunklen Universum der globalen Wirtschaft, so lernen wir, habe die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben -  also täglich mit weniger als 1,90$ auskommen müssen - in den letzten 50 Jahren rasant abgenommen. Die gute Nachricht lautet klipp und klar: seit 1970 haben sich 1,5 Milliarden Menschen aus der Armutsfalle retten können. Von extremer Armut sind heute weiterhin 710 Millionen Menschen betroffen, das sind 9,6% der Weltbevölkerung.

Stastiken der Weltbank zufolge hätte China diesen positiven Wandel mit beinflusst. 1981 litten 880 Millionen Chinesen an extremer Armut. 2010 waren es nur noch 150 Millionen. Dank des chinesischen Wirtschaftswunders lebt die Weltbevölkerung durchschnittlich besser als vorher. Ja, nur ein wenig, denn wenn wir jetzt anfangen, euch die Situation in Subsahara-Afrika herunterzubeten, verschwindet ihr gleich wieder unter der Bettdecke.