Wirtschaftsprognose 2008: EU wächst langsamer

Artikel veröffentlicht am 2. Mai 2008
Artikel veröffentlicht am 2. Mai 2008
Das Wirtschaftswachstum der Europäischen Union bleibt 2008 hinter dem des Vorjahres zurück: Während es 2007 bei 2,8% lag, wird für dieses Jahr nunmehr ein Wachstum von 2,0% erwartet. Für 2009 sieht es noch schlechter aus.

Handelsbilanz 2008

Die grüne Fahne kennzeichnet Länder mit positiver, die rote Fahne Länder mit negativer Handelsbilanz.

Wenn es um ein Gleichgewicht zwischen Export und Import geht, lahmt die EU. Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt der 27 EU-Länder liegt bei minus 1,4 Prozent. Das heißt, dass die EU mehr kauft als verkauft. Drastisch zeigt sich das im Falle von Zypern und Bulgarien, deren Bruttoinlandsprodukte bei minus 30,8 beziehungsweise minus 24,6 Prozent liegen.

Arbeitslosigkeit 2008

In der Karte rot gekennzeichnet sind die Länder, deren Arbeitslosenquote über dem EU-Durchschnitt liegt. Grün steht für die Länder mit niedrigerer Arbeitslosenrate.

Die Arbeitslosenzahlen stagnieren. Der prozentuale Anteil der Arbeitslosen beträgt 2008 in der gesamten Europäischen Union wie im Vorjahr 6,8 Prozent. Besondere Schelte verdient Spanien, dessen Arbeitslosenrate nach wie vor bei über 10 Prozent liegt (10,6 %).

Bruttoinlandsprodukt: Der Osten gewinnt

Insgesamt verlangsamt sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der EU; für 2008 wird es auf 2,0 Prozent beziffert. Aber wenn man nur die höchsten Wachstumszahlen betrachten will, wandert der Blick gen Osten: Dort können fast alle Länder eine Wachstumsrate oberhalb von 5 Prozent verzeichnen. An der Spitze liegt dabei die Slowakei mit 7 Prozent. Schlecht läuft es hingegen für Italien, dessen Wachstum sich bei nur 0,5 Prozent einpendelt.