Warum es Zeit für einen Spenden-Button auf Cafébabel ist

Artikel veröffentlicht am 27. April 2018
Artikel veröffentlicht am 27. April 2018

Cafébabel verändert sich - auch 2018. Wir erklären in einer kurzen Reihe, wonach euer Lieblingsmagazin bald aussehen wird. Neue Linie, neue Rubriken, neue Städte. Nichts weiter als das.

Wenn man in der Vereinswelt von Spendenaktionen spricht, dann hat man gleich ein Bild im Kopf: junge Menschen, die einem am Eingang der Metro mit einer Metallbüchse und Formularen auflauern. Auch Babel International ist ein Verein und deshalb haben wir uns ziemlich schnell auch die Frage der Finanzierung über Spendengelder gestellt. Aber am Metro-Ausgang werdet ihr uns trotzdem nicht treffen.

Für Cafébabel waren Spendengelder bisher keine Option. Aber das wird sich nun bald ändern! Wenn ihr uns regelmäßig folgt, dann wisst ihr bestimmt, dass sich gerade so einiges bewegt bei uns. Wir haben damit begonnen, über eine Strategie rund um Spenden nachzudenken, die schlussendlich in einem auf der neuen Webseite sichtbaren Button münden wird. Diese Art Button gibt es ja mittlerweile auf vielen Seiten: Also warum nicht auch bei uns?

Seit einigen Jahren gehen unsere Subventionen zurück, mit Hilfe derer wir unsere Vereinsstruktur am Laufen halten. Es wird immer schwieriger, Bürgerjournalismus weiterhin wie in der Vergangenheit zu finanzieren. Deshalb ist es so wichtig, in Zukunft auch neue Ressourcen für unser Magazin zu finden und unser Business-Modell weiter auszubauen.

In der Vergangenheit habe ich auch schon Spenden-Strategien in anderen Vereinen auf die Beine gestellt - und vor allem beobachten können, dass das tatsächlich funktioniert! 2016 - zum 15 Geburtstag von Cafébabel, haben wir zudem eine Crowdfunding-Aktion gestartet, dank der wir unser erstes Buch XYZ veröffentlichen konnten. Und es hat funktioniert!

Auf Basis dieses Erfolgserlebnis' dachte ich mir, dass unser europaweites Netzwerk uns sicher dabei helfen kann, die Message und unsere Aktionen noch weiter zu streuen, um weiterhin einen Journalismus möglich zu machen, der direkt vom Terrain kommt, jung, europäisch und anders ist.

Daraufhin habe ich meine Mammut-Recherche begonnen, mich auf hunderten Webseiten zu solidarischen und humanitären Themen herumgetrieben. Und prompt entstand ein ebenso großes Mammut-Dossier von 40 Seiten über die verschiedenen Spenden-Strategien anderer NGOs (die alle ziemlich ähnlich sind, wenn wir ehrlich sind) und natürlich auch Vorschläge für unsere zukünftige Seite. Unser Grafiker, der die Entwicklung der neuen Seite begleitet, war direkt Feuer und Flamme.

Der Spenden-Button ist natürlich nur ein Teil unserer globalen Finanzierungsstrategie und sicher wird er das Budget von Cafébabel nicht gleich verdoppeln. Aber er im Gegensatz zum Crowdfunding (mit dem spezifische Aktionen finanziert werden können) hilfreich, um eine längerfristige Vision zu haben.

Vielleicht habt ja auch ihr Lust, Teil dieser Vision einer freien, vielseitigen und vor allem europäischen Presse zu sein.