Wahlen unter der Gürtellinie

Artikel veröffentlicht am 7. Dezember 2007
Artikel veröffentlicht am 7. Dezember 2007
Sex sells. Die lebensbejahende Tania Dervaux, ihres Zeichens Vertreterin der belgischen Protestpartei 'NEE' (Nein) macht im Vorfeld der belgischen Senatswahlen am 10. Juni mit einem Wahlversprechen der besonderen Art von sich reden. Sie verspricht bedürftigen Belgiern 40 000 Jobs - Blowjobs. Auf der Internetseite ihrer Partei kommt man gleich zur Sache: pro Stimme eine Fellatio.
Der Deal lässt sich per Mausklick abschließen. Vollmundig verkündet Fräulein Dervaux, es würde sie lediglich 500 Tage kosten, ihr Wahlversprechen einzulösen, sollte sie (wie geplant) 80 Wählerwünsche pro Tag zu befriedigen haben.

Dieses Kalkül erhärtet den offensichtlichen Verdacht, dass es sich bei der besonderen Zuwendung um eine schlüpfrige Wahlkampfposse handelt. Man wolle die Öffentlichkeit "feinfühliger" machen für die gewagten Versprechen der anderen Parteien. Und wann entdecken die Polit-Gigolos der NEE- Partei das Potenzial der weiblichen Wählerschaft?