Vom Allrad getrieben

Artikel veröffentlicht am 18. Oktober 2006
Artikel veröffentlicht am 18. Oktober 2006

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Freudianisch inspirierte Kommentare über Autos und ihre Fahrer sind inzwischen zum Gemeinplatz geworden. Doch wie sollte man sonst die wachsende Begeisterung erklären, mit der testosterongesteuerte Alpha-Männchen in ihren allradgetriebenen Riesenbrummern unsere ohnehin schon benzolverseuchten Großstädte noch ein wenig ungemütlicher machen?

Ein Blick in die Marketing-Abteilungen führender Automobilhersteller zeigt, dass auch dort der Übermännlichkeitswahn ausgebrochen ist. Mitsubishis Allrad-Monster Pajero musste in Spanien auf Montero umgetauft werden. Denn Pajero bedeutet auf Spanisch "Masturbation" - und das hätte den spanischen Autokäufer doch ganz schön durcheinander bringen können. Dasselbe Schicksal ereilte den Ford Pinto in Brasilien, da die Brasilianer nicht in einem "kleinen Penis" zur Arbeit fahren wollen.

Volkswagen hat es gleich zwei Mal erwischt. Das Jetta-Modell des Konzerns musste im abergläubischen Italien in "Golf" umbenannt werden, da Jettatura im Italienischen "Böser Blick" bedeutet. In der Tat kein überzeugender

Kaufanreiz.

Den Preis im Wettbewerb des beknacktesten Autonamens räumt Volkswagen jedoch zweifellos mit seinem Phaeton ab, haben doch die kulturvergessenen Marktschreier aus Wolfsburg mit Phaeton ausgerechnet jenen ungezogenen Sohn des griechischen Sonnengottes Helios zum Namenspatron gewählt, der einst die mit vier Flügelpferden bespannte Luxus-Karosse aus der väterlichen Garage entführte und mangels Sonnenwagenführerschein in den nächstbesten Kontinent knallen ließ.

Junge, heißblütige Autofahrer aufgepasst: Fahrt Mini - das ist sicherer.