Verbrannte Fische im Busch

Artikel veröffentlicht am 8. August 2007
Artikel veröffentlicht am 8. August 2007

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Wenn wir Spanier jemanden verdächtigen, haben wir urplötzlich "eine Fliege hinter dem Ohr". Die Franzosen haben anstelle der Fliege einen "Floh" (avoir la puce à l’oreille) und die Briten riechen ihrerseits Ratten (to smell a rat), wenn etwas faul ist.

Ganz Europa vertraut auf seinen guten Geruchsinn und "riecht" Lunte, wenn etwas im Busch ist. In Spanien stinkt es "angekohlt und nach dem Tod" (chamusquina o a muerto), fast so ähnlich wie bei den Franzosen, bei denen es in Verdachtsmomenten "verbrannt riecht" (sentir le roussi). In Großbritannien ist man weit von den romanischen Brandstiftern entfernt: hier "geht etwas Fischiges vor sich" (something fishy is going on) sagt der Engländer, der Verdacht schöpft.

Kramen wir nochmal in der Tiere-Trickkiste. Wir Spanier haben nicht nur Fliegen hinter dem Ohr, sondern können wahlweise auch "die Katze einschließen" (hay gato encerrado). Darin fahren wir mit den Italienern auf einer gemeinsamen Linie, denn dort "verkriecht sich die Katze" (qui gatta si cova), wenn etwas faul ist. Die Portugiesen entdecken "einen Welpen hinter dem Gebüsch" (nesse mato tem cachorro), wenn ihnen etwas suspekt erscheint und bei den Franzosen zappelt wiederum "ein Aal unter einem Felsbrocken" (avoir anguille sous roche).

Das ist mir alles "nicht ganz koscher" antwortet seinerseits der Deutsche.