Unterwegs im Gängeviertel: Häuserblock des Hamburger Widerstands

Artikel veröffentlicht am 31. August 2012
Artikel veröffentlicht am 31. August 2012
Fotogalerie von Nicolas Datiche für Orient Express Reporter Tripled in Hamburg. Mehrere Eingänge zum Gängeviertel führen über kleine Portale zu Innenhöfen, die vom Rest des Hamburger Stadtlebens komplett abgeschnitten scheinen.

Die alten Gebäude, die den Charme des Viertels ausmachen, sind von hohen Glastürmen umgeben, die nach und nach auch die letzten freien Parzellen der Hamburger City einnehmen.

Das Gesicht eines Mannes an einer unsanierten Häuserwand. Die Sanierung wird nach und nach, je nach Belieben der Besetzer durchgeführt.

Graffiti an der Mauer eines Innenhofes des Gängeviertels. Das Viertel ist ein Ort, an dem junge Künstler ohne eigenes Atelier ihre Kunst ausleben können.

Einwohner des Viertels und seiner Umgebung können Kreationen ansässiger Künstler entdecken.

Mehrere Stadtpläne sind an die Wände des Gängeviertels geheftet, um auf die verschiedenen Locations (Bars, Galerie , Ateliers etc.) aufmerksam zu machen.

Auch in der Ruhe liegt die Kraft des Gängeviertels....

Mehrere Häuser sind in einem erbärmlichen Zustand und stehen leer. Die Besetzer versuchen eine Lösung zu finden, um den gesamten Häuserblock zu sanieren und so de, historischen Wert zu erhalten.

Aber auch vor Streitereien sind die Einwohner des Gängeviertels nicht gefeit: die unkontrollierte Öffnung des Häuserblocks für Touristen ist ein ständiger Zankapfel. Das Viertel ist einerseits Zone für Künstler, die ihre Werke vor Publikum präsentieren wollen, und andererseits eine ideologische Wohngegend, die sich nicht zur Touristenattraktion entwickeln soll.

Kunst und Politik: Das Hamburger Gängeviertel ist ein bekannter Unterschlupf der extrem Linken und der antifaschistischen Bewegung in Hamburg. Aus diesem Grund wollen die Bewohner nicht fotografiert werden.

Man findet im Gängeviertel außerdem Ateliers für Handarbeiten, Fotogalerien und Tanzstudios...

In Hamburg wird ein neuer Tower nach dem anderen gebaut. In der Stadt schießen die Neubauten wie Pilze aus dem Boden, aber das Gängeviertel hält dank der Kunst und des Aktivismus' seiner Einwohner weiterhin stand.

(Fotogalerie von Nicolas Datiche für Orient Express Reporter Tripled in Hamburg)