Trotz Evakuierungsvereinbarung geht das Leid in Aleppo weiter

Artikel veröffentlicht am 15. Dezember 2016
Artikel veröffentlicht am 15. Dezember 2016

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Iranische Schiitenmilizen haben den Konvoi mit Zivilisten, der versuchte Aleppo heute Morgen zu verlassen, unter Beschuss genommen, es gab einen Toten und vier Verletzte. Die erste Kolonne von Bussen wurde, als sie sich auf den Weg machte, Aleppo zu verlassen, von den iranischen Pasdaran, welche die Operationen der Rückeroberung Aleppos koordinieren, mit Raketen angegriffen.

Das iranische Regime versucht die humanitären Maßnahmen zu verhindern und benutzt das Schicksal zweier sich in den Händen syrischer Rebellen befindender schiitischer Dörfer als Vorwand.

Das Leiden ging den ganzen Mittwoch über weiter und die Bomben prasselten weiterhin auf die letzten Quadratkilometer Ost-Aleppos nieder, die noch nicht von der syrischen Armee kontrolliert werden.

Ungefähr 50 000 Menschen bleiben also den Geschützen ausgeliefert. Auf den Boykott der Evakuierung der Einwohner Aleppos durch das iranische Regime angesprochen, bezeichnet Afchine Alavi von der iranischen Opposition (NWRI [Nationaler Wieder-standsrat Iran, Anm. d. Übers.]) die Strategie Teherans als das „Bestreben, Aleppo in einen Friedhof zu verwandeln“.

Er fügte hinzu, dass „das Mullah-Regime, seine Revolutionsgarden und seine verbrecherischen Milizen dabei sind, in Aleppo die Rolle zu spielen, die sie seit dem Beginn des Konflikts in Syrien spielen, das heißt, jegliche Lösung zu vereiteln, abgesehen von einem Frieden der Friedhöfe“.  Die iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) und die von Iran unterstützten schiitischen Milizen kämpfen an der Seite Baschar al-Assads in der Schlacht von Aleppo.  

Laut Reuters hat ein Vertreter der UNO zugegeben, dass die „Iraner“ neue Bedingungen für die Evakuierung der Zivilisten und der aufständischen Kämpfer in Aleppo gestellt haben. Seitdem wurden der Waffenstillstand und die Evakuierung gestoppt.

Nach Aussage eines von Reuters zitierten Verantwortlichen der Freien Syrischen Armee (FSA) „weigerten sich die iranischen Streitkräfte, die Leute gehen zu lassen. Sie nehmen einige Dinge als Vorwand, darunter Foua und Kefraya (zwei schiitische Dörfer in der Provinz Idlib), aber das ist mehr ein Vorwand als die Wirklichkeit, ein Vorwand, damit die Vereinbarung scheitert, weil die Iraner diese Vereinbarung nicht wollen“. „Die iranischen Milizen haben die Waffenruhe im besetzten Aleppo zum Scheitern gebracht“, sagte ein Sprecher von Nour al-Din al-Zenki, einer syrischen Oppositionsgruppe, Reuters gegenüber.

Afchine Alavi, Mitglied der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten des Nationalen Wiederstandsrats Iran, hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, „sich von den Täuschungen Teherans und den von seinem Regime hervorgebrachten Vorwänden nicht in die Irre führen zu lassen, die Welt müsse jegliche Ausreden entschieden zurückweisen.“   Er fügte hinzu: „Dass der Iran der Mullahs eine Lösung blockiert, zeigt, dass Baschar al-Assad nur eine Marionette Teherans ist. Dies beweist auch, dass die Revolutionsgarden die treibende Kraft der Massaker in Aleppo und in Syrien sind. Deshalb muss man, um überhaupt eine Lösung für diesen Konflikt zu erhalten, zunächst die Einmischung der iranischen Mullahs in diesem Land unterbinden und die Pasdaran und ihre ausländischen Milizen, die dem IS in nichts nachstehen, aus dem Land jagen.“

Der NWRI deckte auf, dass sich die Hauptkommandozentrale und die Kaserne der Pasdaran, die an der Offensive gegen Aleppo teilnehmen, 30 km südöstlich von Aleppo befinden (5 km südlich der Stadt Al-Safira), auf einer „Bahouth“ genannten Militärbasis. Dieser Stützpunkt wird vom Brigadegeneral Seyed Djavad Ghafari, dem Oberbefehlshaber der Pasdaran in Syrien, geleitet.