Terroranschläge in Bombay: EU-Politiker in Sicherheit

Artikel veröffentlicht am 27. November 2008
Artikel veröffentlicht am 27. November 2008
Jaume Duch, Pressesprecher des EU-Parlaments, sagte cafebabel.com, die 7 Europarlamentarier seien von den Bombenattacken vom 26. November in Bombay überrascht worden, aber nicht zu Schaden gekommen. Sie warten in der französischen Botschaft auf grünes Licht, um nach Europa zurückzukehren.

‘Gesund und wohlauf’ seien die sieben Parlamentarier, die für einen EU-Indien Gipfel nach Bombay gereist waren, laut Jaume Dauch, dem Pressesprecher des Parlaments. Hinter den Anschlägen auf mehrere Hotels, darunter das Trident und das Taj Mahal, werden islamistische Gruppen vermutet. Über 100 Menschen fielen dem Terror zum Opfer, 300 sind verletzt. Die Delegation des Europäischen Parlaments, der 7 Politiker, 3 Übersetzer und 8 Politiker der Auswärtigen Handelskommission angehören, konnten in der französischen Botschaft (Frankreich hat momentan den EU-Ratsvorsitz inne, A.d.R.) der Finanzmetropole in Sicherheit gebracht werden.

©Europäisches Parlament

Diplomatische Schritte

Einige Mitglieder der Delegation seien von den Ereignissen der letzten Nacht, so Duch, immer noch stark mitgenommen, insbesondere die 3 Politiker und ein weiterer Staatsdiener, die im Taj Mahal zurückgeblieben waren und unter lebensgefährlichen Bedingungen flüchten mussten. Der Rest der Delegation hielt sich in Restaurants auf, als das Hotel um ein Uhr nachts von bewaffneten Terroristen angegriffen wurde. Einige Hotelbesucher konnten während der ersten Schießereien fliehen, während sich viele Gäste in ihren Zimmern versteckt hielten. Soldaten versuchten die ganze Nacht über der Lage Herr zu werden.

Für die schnellstmögliche Rückkehr der EU-Parlamentarier seien bereits diplomatische Schritte auf verschiedenen Ebenen eingeleitet worden, so Duch weiter. Äußere Faktoren, wie „zum Beispiel, ob der Flughafen seinen Flugverkehr tagsüber wieder aufnimmt“, seien jetzt entscheidend. In einer offiziellen Kundgebung sagte Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering, dass das französische Konsulat eng mit dem Europäischen Parlament zusammen arbeite, um die Rückkehr der Delegation nach Europa zu beschleunigen.