Sprayservativ

Artikel veröffentlicht am 22. Januar 2008
Artikel veröffentlicht am 22. Januar 2008
Nach Pickelhaube und Uniform - ist der Präser-Zerstäuber die neue Norm! Unsere charmanten Nachbarn von der anderen Rheinseite sprühen vor kreativen Ideen - umhüllt von ihrer unerschütterlichen "Deutschen Qualität".
Diesem Ruf stets gerecht, will Jan Vinzenz Krause, Mitglied des Institute for Condom Consultancy, nun die Anti-Ansteckungs-Garderobe anders (auf)tragen und der Latexindustrie ordentlich Gummi geben.

Kunststoff macht dem Dunst Platz: das SprayKondom, exklusive und patentierte Erfindung, wird in geraumer Zeit den Schlafzimmermarkt auf den Kopf stellen. Im Frühjahr 2008 wird das Pschhhhht-Kondom zuerst auf den deutschen Alkoven-Markt drängen. Schluss also mit faulen Ausreden à la "Dickhäuter-Rüssel" oder "phallische Erstickungsgefahr", um nicht zu ver(t)hüten!

In einem Blog-Interview verspricht Krause, dass sich sein prophylaktisches Spray "der Form des Gliedes perfekt anpasst" und "wunderbare Sensationen" hervorruft. Technisch gesehen sind die Anforderungen allerdings strikt und richten sich nicht unbedingt an Genital-Klaustrophobiker: "es genügt, sein erigiertes Glied in ein Rohrsystem in Form einer Dose einzuführen", erklärt sein Erfinder, "bevor man auf einen Knopf drückt, der eine hauchdünne Schicht Latex gleichmäßig auf den gesamten Penis aufsprüht".

Für die Ausrüstung - in « rot, gelb, grün oder transparent » - muss man zwischen 20 und 30 Euro für die "Bombe" einerseits und die Latex"patrone" andererseits berappen. Ob schrill oder explosiv: der farbenfreudige Penis muss gut 20 Sekunden - die Zeit der Trocknung - ausharren, um endlich startbereit zu sein. Leidens(ch)aft!

(Foto: ajeept/flickr)