Schari’a in Bayern?

Artikel veröffentlicht am 5. November 2008
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Artikel veröffentlicht am 5. November 2008
Georg Barfuß von der FDP war gerade noch der designierte Integrationsbeauftragte, ein ganz neue Funktion in Bayern. In mehreren Interviews hat er das böse Wort Schari’a in den Mund genommen und gemeint, die könne man anwenden, wenn sie mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Wo sie aber dagegen verstößt, muss dern Verfassungsschutz ran.
Ich mein, Theologe bin ich ja nicht, aber das was die CSU und das Landeskomitee der Katholiken da gleich vom Zaun brechen ist doch wohl ziemliches Bauerntheater.

Hört man etwas von Scharia in den Medien, hat man fast immer den Eindruck, dass das ein Regelwerk ist, was ausschließlich die masochistische Art der Tötung von Menschen oder die Abtrennung von Körperteilen regelt. Dabei reichen 5 Minuten um den Eintrag bei Wikipedia dazu zu lesen und man hätte ein wenig Ahnung von dem, worüber da alle erzürnt schimpfen.

Im Gegensatz zur Zeitungsinterpretation der SZ machte mir Georg Barfuß in dem Interview einen recht vernünftigen Eindruck und gegen seine Argumentation mag ich nichts einwenden. Wer mag, kann eines der Interviews hier übrigens auch nachhören.

Mal abgesehen davon glaube ich außerdem, dass die meisten Islamgläubigen sich eher an die katholischen zehn Gebote halten, als der Großteil der Katholiken in Deutschland. Sofern die ihr Regelwerk überhaupt kennen.

Nachtrag: Nebenan gibts eine ähnliche Ansicht dazu.