Sacharow, Preis für Menschlichkeit

Artikel veröffentlicht am 15. September 2008
Artikel veröffentlicht am 15. September 2008

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Das Europaparlament wird im November den Sacharow-Preis verleihen. Das und mehr in unseren EU-Nachrichten aus Brüssel.

Kandidaten für den diesjährigen Sacharow-Preis

2008 feiert der vom EU-Parlament verliehene Sacharow-Preis seinen 20. Geburtstag. Er soll Personen ehren, die sich für demokratische Werte und Menschenrechte einsetzen. Die Jury, in der unter anderem der Sozialdemokrat Josep Borrel, Hélène Flautre von den Europäischen Grünen und Jacek Saryusz-Wolski von der EVP angehören, hat diese Woche die 8 Kandidaten festgelegt. Unter den Kandidaten befinden sich stark mediatisierte Persönlichkeiten wie die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin und Geisel der FARC, Ingrid Bétancourt, der Dalaï Lama oder Morgan Tsvangirai, Oppositionsführer in Simbabwe. Die Staats- und Regierungschef der EU-Mitgliedstaaten werden den Sieger im Oktober küren.

Die Niederlande sind nicht verantwortlich…

©backjack/flickr…für das von Radovan Karadzic und Ratko Mladic verübte Massaker von Srebrenica (1995). Die niederländischen Streitkräfte hätten einstig die Mission gehabt, die islamische Bevölkerung der Enklave zu schützen, so das Verdikt des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag vom vergangenen 10. September. Das Land habe die die Familien und Opfer des Massakers insofern nicht zu entschädigen. Es stellt sich allerdings in Zukunft die Frage, ob das ‚Däumchendrehen‘ internationaler Truppen, die in Krisengebieten stationiert sind, systematisch unbestraft bleiben sollte.

Euroskills 2008

©Dorogoy/flickrVom 18. bis 20. September nehmen 400 junge Auszubildende und Jobeinsteiger in Rotterdam am Wettbewerb 'Skills for a young Europe' teil. Sie werden ihre Fähigkeiten in 49 verschiedenen Bereichen wie Gärtnerei, Motorentechnik, Bäckerei oder Krankenpflege unter Beweis stellen. Unterstützt wird diese Initiative von der EU-Kommission, die Ausbildung in technischen und handwerklichen Berufen fördern möchte.

EU geht einen Schritt in Richtung Ukraine

©Antonis Shen/flickrSeitdem Russland Europa unter Druck setzt, gehen die 27 zunehmend einen Schritt auf das Land des ehemaligen Sowjetblocks zu. Am 9. September kündigten Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der aktuelle Ratspräsident Nicolas Sarkozy Verhandlungen über ein Partnerschaftsabkommen mit der Ukraine an. Der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko stellte zudem fest, dass alle Länder, die in der Vergangenheit ein solches Abkommen mit der EU unterzeichnet haben, mittlerweile Mitglieder oder Länder auf dem besten Wege eines Beitritts sind.