Reise: Wo Weihnachten zum Markt wird

Artikel veröffentlicht am 8. Dezember 2006
Artikel veröffentlicht am 8. Dezember 2006

SOS: Dieser Artikel wurde weder von einem Editor überarbeitet noch in einer Gruppe veröffentlicht.

Wer im Dezember ein wenig Zeit und Geld übrig hat, sollte sich auf Europas Weihnachtsmärkten umschauen. Außer Glühwein und kalten Füßen halten sie einige Attraktionen bereit.

Brüssel – Europäische Weihnachten

Die belgische Hauptstadt gibt sich nicht nur zur Weihnachtszeit ganz europäisch. Am Jahresende können ihre Besucher auch kulinarisch von Europa profitieren. Vom skandinavischen Glögg über deutschen Glühwein bis hin zum englischen Christmas Pudding kann man hier alles kosten, was das europäische Herz begehrt. Mit seinen 240 Holzbuden nimmt der größte Weihnachtsmarkt Belgiens die gesamte Brüsseler Altstadt und die Grande Place ein. Alle halbe Stunde werden weihnachtliche Motive auf die Rathausfassade projiziert, begleitet von Lichteffekten und Musik. Wer nach zu vielen Steaks und Schokoladenwaffeln noch ein wenig Bewegung braucht, kann auf der hundert Meter langen Eisbahn am Ende des Weihnachtsmarktes sein Glück versuchen.

Der Brüsseler Weihnachtsmarkt findet vom 1. Dezember bis zum 1. Januar 2007 statt. (Foto: plaisirsdhiver)

Budapest – Zeitgenössischer Adventskalender

Der Weihnachtsmarkt auf dem Vörösmary-Platz hält eine besondere Attraktion bereit. Eines der schönsten Gebäude am Platz verwandelt sich ab dem ersten Dezember in einen Adventskalender. Jeden Nachmittag um 17 Uhr wird eines der Fenster an der Straßenfassade des Gerbeaud-Hauses geöffnet. Dahinter kommt ein Werk eines zeitgenössischen Künstlers zum Vorschein, natürlich nur als Kopie. Licht- und Klangeffekte sowie eine Brass-Band untermalen das feierliche Öffnen der Türchen. Die originalen Kunstwerke sind anschließend in der Gerbeaud Harmincad Gallery zu sehen.

Der Weihnachtsmarkt in Budapest ist täglich bis zum 1. Januar geöffnet.

Luxemburg – Rendezvous mit dem Nikolaus

Während der Weihnachtsmann im Baltikum weilt, besucht der Nikolaus Europas Zentrum. Am 3. Dezember um 14 Uhr ist er am Hauptbahnhof eingetroffen. In Begleitung seines treuen Gefährten, dem Père Fouettard, hat der Nikolaus um 14.55 Uhr den Markt auf der Place de Paris erreicht. Dort konnte er dann gemeinsam mit etwa unzähligen Besuchern den Krëschmaart besichtigen und ein Bratwürstchen oder einen Kartoffelpuffer verspeisen.

Der Krëschmaart ist noch bis zum 24. Dezember geöffnet. (Foto: chreschtmaart.lu)

Tallin – Plaudern mit dem Weihnachtsmann

Mit seinen insgesamt 65 Ständen konnte der Markt im mittelalterlichen Zentrum von Tallin im letzten Jahr einen Besucherrekord verzeichnen: Etwa 350 00 Weihnachtswillige kamen in die estländische Hauptstadt, davon zwei Drittel ausländische Besucher. 2003 war der Weihnachtsmarkt zum besten Touristenereignis des Jahres gekürt worden.

In der Mitte des Rathausplatzes, unter dem riesigen Tannenbaum, hat der Weihnachtsmann persönlich seine Hütte aufgebaut. Nach Auskunft der Veranstalter können die Besucher mit ihm plaudern, seine Schafe begrüßen oder einen Brief mit ihren Wünschen im Weihnachts-Postamt abgeben. Ob sich diese erfüllen werden, kann zum Glück erst nach Ende des Weihnachtsmarktes überprüft werden.

Der Talinner Weihnachtsmarkt öffnet täglich bis zum 25. Dezember seine Pforten.

Bath – „Plan your visit“

Ganz puritanisch endet der Weihnachtsmarkt im englischen Bath schon am 10. Dezember. Der 2001 gegründete Markt ist eine der wichtigsten Attraktionen in der Stadt, die zum Weltkulturerbe gehört. Für Unterhaltung ist gesorgt: Im 40-Minuten-Takt wechseln sich die Akteure auf der Hauptbühne ab. Das Programm reicht von „Latin and Modern Jazz“ und Weihnachtliedern mit Akkordeonbegleitung bis zum „Doctor of Magic“, der sein glühweintrunkenes Publikum mit allerlei Tricks verzaubern wird. Auch Multikulti darf nicht fehlen: Unter dem Motto Bollywood Christmas kann man Weihnachtsschmuck aus Indien kaufen, inspiriert vom Lichtfest Diwali. Wer sich nicht gerne vom Zauber des Weihnachtsmarktes verführen und durch die duftenden Gässchen treiben lässt, der kann sich schon vor dem Besuch im Internet über die Standorte der einzelnen Holzbuden und über das Bühnenprogramm informieren. So bleibt nichts dem Zufall überlassen – „plan your visit“!

Der Weihnachtsmarkt in Bath findet täglich bis zum 10. Dezember statt. (Foto: Bathchristmasmarket)