Rechtsextremes Stelldichein in Südfrankreich

Artikel veröffentlicht am 16. Oktober 2009
Artikel veröffentlicht am 16. Oktober 2009
Aktivisten rechtsextremer Parteien aus ganz Europa versammelten sich am vergangenen Wochenende in der Nähe von Orange (Frankreich), wo der so genannte "Identitätskonvent" bereits zum zweiten Mal stattfindet. SOS Rassismus reagiert…

„Identität: eine politische Sensibilität, die sich in ganz Europa zunehmend weiterentwickelt“, kann man auf der nagelneuen und pünktlich für den Konvent ins Leben gerufenen Internetseite lesen. Am 17. und 18. Oktober 2009 traf die ‘identitäre’ Jugend mehrerer Länder auf die euroskeptischen und regionalistischen Parteien Europas (die italienische Lega Nord, die Flamen der Vlaams Belang…). Der Bürgermeister von Orange, Jacques Bompard (des Mouvement pour la France von Philippe de Villiers), hatte akzeptiert, den Konvent in seiner Stadt zu empfangen.

SOS Rassismus hat sofort auf die Organisation eines solchen Treffens reagiert. Der Verein befürchtet, dass „Antisemitismus und Xenophobie in Europa zunehmend banalisiert werden“. „Dieses Treffen hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Liga des Südens aufzubauen“, so SOS Rassismus weiter, „ein Abbild der italienischen Lega Nord, deren Ideologie durchaus als rassistisch zu bezeichnen ist.“