Queers gibt´s hier nicht

Artikel veröffentlicht am 28. April 2008
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Artikel veröffentlicht am 28. April 2008
 Die Verrückten sind wieder los in der Europäischen Kommission: Brüssel hat soeben beschlossen, einen Gesetzvorschlag doch besser wieder in die Schublade zurückzulegen, welcher Homosexuelle in europäischen Ländern vor jedweder Diskriminierung geschützt hätte. Es scheint, als ob es Homosexualität nur im Film geben darf. Im wirklichen Leben lässt man sie besser in der Schublade, … oder im Schrank.

Die Exekutive redet sich damit heraus, dass es ja keinen Sinn macht, ein Gesetz vorzuschlagen, wenn sowieso schon klar ist, dass viele Regierungen die Annahme des Gesetzes verhindern werden. Nicht, dass man noch Kräfte verschwenden müsste, zu versuchen, Staaten wie Deutschland von den Rechten dieser Kollektive zu überzeugen. Die ( International Lesbian and Gay) bestätigt, dass die deutsche Regierung den Gesetzesvorschlag wegen dem Druck von Unternehmerseite nicht unterstützen würde. Die Anerkennung gewisser Rechte für die Homosexuellen würde für die deutsche Industrie anscheinend Extrakosten bedeuten. Was denn für Kosten? Denken sie vielleicht, dass Schwule mehr Klopapier benutzen als andere, oder was? Ah, nee. Es wird wohl daran liegen ,dass sie einfachen dermaßen blöd sind, dass sie, nachdem sie die Nachricht von dem Mann gehört haben, der schwanger geworden ist, denken, dass füllen sich die Büros mit Menschen mit gleicher Krankheit, die Forderungen nach Mutterschaftsurlaub aus den Nähten platzen. ILGA

Cati Kaoe Falsche Queers

Das ist doch wirklich erstaunlich, vor allem weil es im Kino genau umgekehrt läuft. Aber da hat es ja auch mehr Homosexuelle als in Wirklichkeit gibt. Darunter befinden sich auch einige kuriosen Geschichten, die ein Andenken wert sind. Beispielsweise die, in der Batman Robin mit Blick auf Gothan City von hinten nimmt. Wer denkt sich eigentlich so einen Scheiß aus? Sicher, das Batmobil schaut ein wenig schwul aus, aber nicht einmal eine Tomate auf der Höhe ihrer Kreativität hätte soviel Genie, sich eine Fledermaus auszudenken, die auf verkleidete Kinder steht. Weiß eigentlich jemand, aus was dieser lächerliche Umhang von Robin gemacht ist? Aber es gibt noch andere falschen Homosexuellenpärchen, die Geschichte geschrieben haben. Das denkwürdigste davon ist das, welches sich am Ende von (1942) heraus kristallisiert: und . , einigermaßen fertig von dem Abmarsch von , sagt, während sie durch den Nebel des Flughafen gehen, zu Rains den wohl romantischsten Satz des ganzen Filmes: „Das ist der Anfang einer großen Freundschaft!“ Viele dachten, das er in echt sagen wollte: wenn ich jetzt schon nicht Ingrid flachlegen konnte, werde ich dir wohl ein wenig Vaseline reichen müssen. “Casablanca” Humphrey Bogart Claude Rains Bogart Ingrid Bergman

Puff, keine Ahnung, was nun größerer Mist ist, das hier oder die Aktionen der polnischen Regierung, die es doch tatsächlich schafft, zu denken, dass die Teletubbies ein paar schwule Plüschtiere sind, die der Kindererziehung schaden. Das einzige was sie damit erreichen, ist Verwirrung zu stiften, jedenfalls was mich betrifft. Schon hatte ich mir Batman vorgestellt, wie er, in Lederjacke geworfen, den großen Macker raushängen lässt, mit seinem Batmobil vorfährt und zu sagt: „Ey, Süßer, steig ein, dir werd ich schon noch aus dem Trenchcoat helfen und dann wirst du Augen machen!“ Puff, was für ein Kuddelmuddel. Bogart

Ein ganzer Haufen an Pärchen, die es niemals gab. Aber dann gibt’s ja auch die, welchen man - bevor unsere Regierungen sie letztlich diskriminieren- die Aufmerksamkeit schenken sollte, die sie verdienen. Werdet verrückt nach dem, in meinen Augen, ausgeflipptesten Homosexuellen der ganzen Kinogeschichte.

Traducktion: Teresa Bornschlegl

Pic: Lesbian and Gay Pride: Philippe Leroyer