Pokémon Go: Schnapp' sie dir alle, egal in welcher Sprache

Artikel veröffentlicht am 21. Juli 2016
Artikel veröffentlicht am 21. Juli 2016

Wir schreiben das Jahr 2016 und Paris kann sich vor Pikachus nicht mehr retten. Weiter geht die Jagd nach Lapras in London und Bisasams in Berlin. Falls auch du auf der Suche nach den fehlenden Pokemons fremde Länder bereisen möchtest, nimm dich in Acht, denn die Namen der animierten Plüschtiere variieren geografisch. Ein cafébabel Poké-Sprach-Guide.

Hier sind sie: Unsere kuscheligen Stars der 1990er wieder zurück auf der Weltbühne. Überall in Europa geht es runter vom Sofa und raus auf die Straße oder manchmal auch ausversehen auf Minenfelder, um mit der Gaming App Pokémon Go der beste Pokemonfänger der Welt zu werden. Aber es ist nicht nur der rasante Anstieg von Autounfällen, der alle Pokemon-Gamer auf dem Kontinent vereinigt, sondern auch die plötzliche 90er-Nostalgiewelle, die die App auf Platz 1 der Downlowd-Charts katapultiert hat. Aber auch wenn die Pokemons überall auf der Welt gleich aussehen, ihre Namen ändern sich, je nachdem in welchem Land gespielt wird.

Der in Kyoto, Japan, ansässige Spielehersteller Nintendo veröffentlichte die ersten Pokemon-Videospiele im Jahr 1996 - somit waren auch die Namen der Anime-Tierchen im Original auf Japanisch. Die erste ausländische und englische Version von Pokemon Red und Blue kam erst 1998 in den USA an, im gleichen Jahr hörten die Amerikaner auch zum ersten Mal die Titelmelodie "Gotta catch 'em all" und die Jagd begann, raus aus dem Pokemon-Dorf Alabastia und rein in den Pokemon-Wald, das Hohe Gras, bewaffnet mit den Starter-Pokemons BulbasaurGlumanda oder Schiggi.

Heutzutage spielen die neuesten Versionen des Spiels – Pokemon X und Y – in Frankreich, eine Parallelwelt im Pokemon-Style inklusive Versailles und dem Eiffel Turm. Aber es dauerte bis 1999, bis die französischen Trainer (oder dresseurs) loslegen konnten mit dem Angriffsschrei: "Attrapez-les tous". Ihre Starter-Pokemons hießen Bulbizarre, Salamèche und Carapuce. Die Engländer und Amerikaner kämpften mit Bulbasaur, Charmande und Squirtle.

  Ich will der Allerbeste sein, in 15 verschiedenen Sprachen. 

Neben den Spielen gab es für die Generation der 90er das nächste Schmankerl mit der animierten Serie Pokemon, die im Jahr 1999 im europäischen Fernsehen ankam. In Großbritannien reisten AshBrock und Misty durch die Ländereien von Kanto, benannt nach der gleichnamigen Region in Japan. In Frankreich heißen die heroischen Drei Sacha, Ondine und Pierre (Stein auf Französisch). Bei uns in Deutschland musste nur Brock einen anderen Namen annehmen, und wurde natürlich zu Rocko, denn er trainiert Stein-Pokemons.

Pikachu ist der einzige Protagonist, der seinen japanischen Ursprung, ein Kofferwort aus "Elektroschock" und "Maus", in anderen Sprachen behalten durfte. Falls also beim Spielen von Pokémon-Go Zweifel aufkommen sollten, Pikachu bleibt in jedem Land das gleiche beliebte Nagetier.