Playstation 3: Zu teuer und nicht wirklich neu

Artikel veröffentlicht am 22. März 2007
Artikel veröffentlicht am 22. März 2007

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Seit dem 23. März ist die Playstation 3 von Sony auf dem Markt. Dort ist die Konkurrenz groß: Ein Blick auf die derzeit populärsten Computerspiele.

Die Playstation 3 ist zu teuer – sie kostet satte 599 Euro. Und vor allem ist sie nicht kompatibel mit den Spielen der Playstation 2, deren Spielkonsolen wie heiße Semmeln weggingen. 115 Millionen hat Sony weltweit verkauft.

Noch gibt es wenig Grund, die Playstation 3 zu kaufen, die Konsole beginnt ihre Eroberung des europäischen Markts deshalb mit einer steilen Hürde. Man bleibt also besser erst einmal auf dem Beobachtungsposten und tröstet sich mit den Klassikern auf dem Spielemarkt. Ein Ausflug in die Welt der Videospiele, die bei den Europäern am beliebtesten sind.

Grand Theft Auto: Diebstähle & Gewalt

Wir befinden uns im Reich des Adrenalins. In Grand Theft Auto, besser bekannt unter dem Namen GTA, spielt man einen Verbrecher, der sich damit vergnügt, in echt amerikanischem Stil durch die Stadt zu jagen. Ganz so wie in Liberty City, San Andreas und Vice City.

Dabei verübt man Raubüberfälle und Morde, stiehlt Autos und schießt auf alles, was einem vor die Waffe läuft. Diese Mühe macht man sich natürlich nur, um die Aufträge der Bosse zu erfüllen und um die Stufen des lokalen Verbrechermilieus hochzuklettern. Das Spiel, gedacht für Konsole und PC, wurde von Dma Design (heute Rockstar) entwickelt und genau vor zehn Jahren von Asc Games veröffentlicht. Grand Theft Auto wurde oft wegen seiner gewalttätigen Handlungen kritisiert und steht auf der Rangliste der meistverkauften Videospiele aller Zeiten an sechster Stelle. An erster Stelle liegt nach wie vor Super Mario Bros, mit 50 Millionen verkauften Exemplaren.

Pro Evolution Soccer: Neuerdings enttäuschend

Fifa oder Football Manager: Fußballbegeisterte haben die Qual der Wahl. Das erfolgreichste Spiel ist Pro Evolution Soccer, für Kenner “PES”. Es ist eine Weiterentwicklung von International Superstar Soccer, eines Produkts der Firma Konami aus dem Jahr 1994.

Heute hat PES die sechste Ausgabe erreicht. Allerdings wurden die Fans etwas enttäuscht, denn sie finden das Spiel langsam und kompliziert und trauern einigen Vorteilen der früheren Versionen nach – damals konnte man zum Beispiel die schönsten Torschüsse abspeichern. Wie seine Konkurrenten bietet Pro Evolution die Möglichkeit, im Multiplayer-Modus zu spielen. Damit kann man im Internet Matches mit Freunden und Unbekannten auf der ganzen Welt austragen. Die Internetverbindung muss dazu möglichst schnell sein. Übrigens sind Kopfhörer und Mikrophon unentbehrlich, wenn man die Kommentare und Schimpfwörter der internationalen Gegner nicht verpassen will!

Final Fantasy: Letzte Chance als Welterfolg

Zwölf Kapitel in zwanzig Jahren: Final Fantasy ist eine jener Epoche machenden Sagen, die sich mit großem Erfolg immer wieder von neuem erfinden – wie "Mario" zum Beispiel. Das Spiel begeistert die Jugendlichen von heute genauso wie die Erwachsenen, die 1986 halbwüchsig waren, als die Serie begann. Das Rollenspiel wird von Square-Enix produziert, die Idee stammt von Hironobu Sakaguchi.

Er taufte das Spiel "letzte Chance", da es für sein vom Konkurs bedrohten Unternehmen tatsächlich die letzte Rettung vor dem Bankrott darstellte. Diese letzte Chance wurde zum Welterfolg – und ist es auch heute noch. Final Fantasy dient als Quelle für Filme, Comics, Remakes und Videogames. Sie ziehen ihre Inspiration aus der ursprünglichen Geschichte, bei der jede Folge eine andere Handlung hat. Die zwölfte und neueste Episode erschien in Europa vor etwas mehr als einem Monat und verkaufte sich weltweit bereits über fünf Millionen Mal.

The legend of Zelda: zwanzig Jahre Rollenspiel

Link bringt kein Wort heraus und ist trotzdem eine der gelungensten Figuren in der Geschichte der Videospiele. Dieser blonde Junge, der mit seinen grünen Kleidern aussieht wie ein Kobold, ist der Held von The Legend of Zelda: Er hat die Aufgabe, die Prinzessin Zelda aus den Fängen des Bösewichts Ganon zu retten. Aber der Weg dorthin ist lang, er führt auf die Suche nach den Fragmenten der Triforce, einer Reliquie, die von drei Göttinnen geschaffen wurde.

Die Jagd danach entfernt Link von seiner Heimat, dem Königreich von Hyrule. Der Japaner Shigeru Miyamoto schuf The Legend of Zelda 1986 für Nintendo; das Spiel erreichte Europa ein Jahr später. Für die damalige Zeit war es etwas ganz Neues, das den Rollenspielen für Konsolen den Weg ebnete. Es ist nicht einfach, die Abenteuer der Legende von Zelda aufzuzählen, denn es gibt inzwischen 13 Kapitel. Jedes wurde in einem einmaligen Stil realisiert, von den ersten stilisierten Bildern der 80er Jahre bis zum dreidimensionalen Twilight Princess, das dieses Jahr auf den Markt kam.

World of Warcraft: Acht Millionen Mitspieler

Mit acht Millionen Menschen gleichzeitig zu spielen, ist möglich. Man muss nur Elf, Magier oder Krieger sein – eine der Figuren aus World of Warcraft, das Fans einfach WoW nennen. Es ist das berühmteste Online-Rollenspiel mit einer potentiell unendlichen Teilnehmerzahl, genannt MMORPG (Massive Multiplayer Online Role-Playing Game). Man braucht keine Playstation, um mitzumachen. Es genügen ein Internetanschluss, möglichst mit Breitband, und die Bezahlung einer Gebühr.

Das ist der einzige Zugang zur Welt und den beiden Kontinenten von Warcraft, um an den Kämpfen zwischen Horde und Allianz teilzunehmen, die dauernd miteinander im Krieg liegen. Diese virtuelle Realität lebt auch weiter, wenn man den Computer abstellt, da Millionen von Spielern aus allen Weltgegenden zu jeder Tages- und Nachtzeit mit WoW verbunden sind. Ein beispielloser Erfolg für Blizzard Entertainment, das das Spiel vor gerade drei Jahren auf den Markt brachte.