Playlist der Woche: Klassik im Berghain

Artikel veröffentlicht am 12. Oktober 2014
Artikel veröffentlicht am 12. Oktober 2014

Das Berghain mag zwar der unumstrittene Tempel des Techno sein, doch manchmal gibt es hier auch Klassisches zu hören. Egal wie verstörend es ist, wenn plötzlich alle im Berghain Wein nippen, bedeuten Perlenketten und steife Hemdkragen zwischen homoerotischen Skulpturen und vollgepissten Toiletten doch auch, das die klassische Musik endlich von ihrem hohen Ross herunter kommt.

Ein Clip vom Album "Scandale" von Alice Sara Ott and Francesco Tristano, das auch schon im Berghain aufgeführt wurde (in Zusammenarbeit mit Yellow Lounge). 

Ryuichi Sakamoto hat "Merry Christmas Mr. Lawrence" für die gleichnamige britisch-japanische Kinokoproduktion (1983) geschrieben, in der auch David Bowie mitspielte. 

Meisterhaft wie er war, schrieb Wolfgang Amadeus Mozart seine "Sinfonie Nr. 25 in g-moll" schon mit 17 Jahren.

Der englische Komponist George Butterworth vertonte mit "A Shropshire Lad" die gleichnamige Gedichtsammlung seines Landsmannes A. E. Housman.

Um das Jahr 1877 herum, als Tschaikowsky und Josef Kotek gerade eine Beziehung begonnen hatten, schrieb der russische Komponist sein "Valse-Scherzo für Violine und Orchester in C-Dur". 

Die "Deux Arabesques" zählen zu Claude Debussys Frühwerk, in dem er die Natur wie in einem Spiegel abbilden wollte. Mit psychedelischen Grafiken unterlegt wirkt das Klaviersolo noch viel eindrucksvoller.

"Tabula Rasa" von Avro Pärt wird oft als "Engelsmusik" bezeichnet. Angeblich wünschen sich besonders häufig sterbenskranke Patienten, die an AIDS oder Krebs leiden, dieses Stück, dessen Schönheit als "überirdisch" gilt. 

Zdenek Liska ist ein tschechischer Komponist, die Musik für Filme wie die "Kleine Meerjungfrau" (1976) schrieb. Das Stück "How Unfortunate Are Those Who Die Unaware of the Beauty of Music" ist der Titelsong der Horrorkomödie "The Cremator" (1969). 

Bernard Herrmanns Titelmusik für den Kultfilm "Taxi Driver" (1976) ist eine der bekanntesten Kinomelodien überhaupt. 

Mit "Les Metamorphoses du Vide" zeigt Chapelier Fou sehr schön, wie klassische und elektronische Musik zusammenkommen können. 

Cafébabel Berlin schmeißt die Jukebox an

Keine Lust mehr auf die immer gleichen Tophits, Radioschleifen oder Spotify-Playlists? Ab April 2014 stellen wir euch in der Rubrik Jukebox junge Musiker, DJs und Live Acts aus Berlin vor, die noch Unerhörtes zu bieten haben. Mehr Tracks und Playlists gibt es auf Facebook und Twitter.