Playlist der Woche: Griechisch (ohne Wein)

Artikel veröffentlicht am 30. Januar 2015
Artikel veröffentlicht am 30. Januar 2015

Alle Augen lagen diese Woche auf Griechenland, das einen frischgebackenen linksradikalen Premier namens Tsipras hat, der Europa zum Zittern bringt. Wir zappeln lieber erstmal zu neuesten griechischen Rhythmen und beobachten das politische Geschehen. Unsere Playlist - garantiert ohne griechischen Wein und weiße Rosen aus Athen.

Mariza Rizou - Μια άλλη ευτυχία ( « Ein anderes Glück »)

Mariza Rizou hat ihre Karriere mit 17 Jahren in einem Kinderchor begonnen. Seitdem entwickelt sie ihren ganz eigenen Mix aus Jazz und Bossa Nova. 

Panos Mouzourakis - « Madame »

Nur für diesen einen Edith Piaf-Song hat es Panos Mouzourakis gewagt, Paname (Spitzname von Paris) mit Madame und Jean-Clauda Van Damme zu reimen. Vielleicht traut er sich mit frankophonen Referenzen umherzuschmeißen, weil der griechische Sänger (35) eigentlich in der Schweiz geboren ist. 

Katerine Duska - « One in a Million »

Katerine Duska wurde von ihren griechischen Großeltern in Kanada großgezogen. Heute ist sie nach Athen zurückgekehrt und hat scih entschieden: sie singt jetzt nur noch auf Englisch. Ihre Arrangements sind irgendwo zwischen Soul und R'n'B und man kann es sich nicht verkneifen, ihre körnige Stimme mit der von Amy Winehouse zu vergleichen. Unbedingt anhören: Katerine Duskas geniales Arctic Monkeys-Cover von « Do I Wanna Know ».

Marietta Fafouti - « Kookoobadi »

Eine Stimme, die an Kate Bush erinnert, ein zügelloser Rhythmus und ein paar sanfte Blechblasinstrumente... neben ihren Jingles für das fernsehen, macht Marietta Fafouti auch richtig netten Pop.

Baby Guru - « Espescially When »

In einem ganz speziellen Genre - dem Psychedelic Pop - sind die Griechen von Baby Guru vielleicht das Betse, was Europa momentan zu biten hat. Beim dritten Album des Trios, Marginalia, kann man richtig gut Gedanken baumeln lassen, irgendwo in den Sechzigern.

Monsieur Minimal - « Missing You »

Christos Tsitroudis alias Monsieur Minimal wäre wahrscheinlich nicht gerade der Sound gewesen, den die griechische Linkspartei Syriza für seinen Wahlsieg ausgesucht hätte. Die angenehmen Folk-Kompositionen erinnern daran, dass es sowohl innen als auch außen kalt ist. 

Danke an Lena Gkovari