OneEurope: Plattform der erasmus-Generation

Artikel veröffentlicht am 16. April 2014
Artikel veröffentlicht am 16. April 2014

SOS: Dieser Artikel wurde weder von einem Editor überarbeitet noch in einer Gruppe veröffentlicht.

Die junge Hanna Star­chyk aus Weiß­russ­land lebt in Deutsch­land. Sie ist eine von 100 be­geis­ter­ten Ak­ti­vis­ten in Eu­ro­pa und welt­weit, die fest an die eu­ro­päi­sche Idee glau­ben. Auf Face­book er­fuhr sie von der Mög­lich­keit eines Prak­ti­kums im So­ci­al-Media-Ma­nage­ment und be­warb sich für das Team von One­Eu­ro­pe.

Das In­ter­view führ­te Ana Ali­be­go­va

Die junge Hanna Star­chyk aus Weiß­russ­land lebt in Deutsch­land. Sie ist eine von 100 be­geis­ter­ten Ak­ti­vis­ten in Eu­ro­pa und welt­weit, die fest an die eu­ro­päi­sche Idee glau­ben. Auf Face­book er­fuhr sie von der Mög­lich­keit eines Prak­ti­kums im So­ci­al-Me­dia-Ma­nage­ment und be­warb sich für das Team von One­Eu­ro­pe. Auf der Platt­form One­Eu­ro­pe in­for­mie­ren junge Men­schen nicht nur über ge­gen­wär­ti­ge Er­eig­nis­se in Eu­ro­pa, son­dern be­schäf­ti­gen sich mit erns­ten The­men wie der eu­ro­päi­schen Iden­ti­täts­kri­se, Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit, Kon­flik­ten und der Bil­dungs­qua­li­tät. Was One­Eu­ro­pe so ein­zig­ar­tig macht und von allen an­de­ren pro-eu­ro­päi­schen Platt­for­men un­ter­schei­det, ist der Mut, mit dem dort offen über jedes Thema ge­spro­chen wird und junge Men­schen dazu er­mu­tigt wer­den, ihre Ideen aus­zu­tau­schen und sich als ak­ti­ve Bot­schaf­ter, Eh­ren­amt­li­che oder als Ge­le­gen­heits­au­to­ren und re­gel­mä­ßi­ge Leser zu en­ga­gie­ren. Nach­fol­gend er­läu­tert Hanna, was hin­ter die­ser Grass­roots-Or­ga­ni­sa­ti­on steckt.

M!: Wie ent­stand die Idee für One­Eu­ro­pe? Welche Ak­ti­vi­tä­ten umfasst euer Projekt?

Hanna: One­Eu­ro­pe er­wuchs aus einer Face­book-Grup­pe, in der junge Eu­ro­pä­er ver­schie­de­ne eu­ro­päi­sche The­men dis­ku­tier­ten. Ivan Bo­toucha­rov und Che­ri­an Grund­mann waren dann 2011 ins­be­son­de­re da­durch in­spi­riert, die eu­ro­päi­sche De­bat­te an­zu­sto­ßen, und sie stell­ten in die­sem Be­reich gro­ßes Po­tenzi­al und In­ter­es­se fest. Sie ent­schie­den sich für die Er­stel­lung einer Web­sei­te, weil der En­thu­si­as­mus, die Ideen und die schie­re An­zahl der Mit­glie­der den Rah­men der Face­book-Grup­pe spreng­ten. Viele Eu­ro­pä­er waren be­geis­tert von der Idee und lie­fer­ten tech­ni­schen Sup­port, damit die Web­sei­te an den Start gehen konn­te. Wie­der an­de­re er­klär­ten sich be­reit, als Au­to­ren und Lek­to­ren zum Pro­jekt bei­zu­tra­gen.

Wir geben Eu­ro­pä­ern eine Platt­form, auf der sie über die The­men spre­chen kön­nen, die ihnen wich­tig sind. Dabei spre­chen sie nicht nur für sich selbst, son­dern für ihre ge­sam­te Ge­ne­ra­ti­on. Sie wis­sen, dass sie über die Platt­form Gehör fin­den. Zu den Haupt­grün­den für seine Po­pu­la­ri­tät ge­hö­ren One­Eu­ro­pe’s ak­ti­ve Prä­senz und star­ke Kam­pa­gne in den so­zia­len Netz­wer­ken: Unser Ziel ist es, un­se­re Leser in den so­zia­len Netz­werken mit In­for­ma­tio­nen und Up­dates von un­se­rer Web­sei­te zu ver­sor­gen. Wir freu­en uns, dass die Po­pu­la­ri­tät von One­Eu­ro­pe dank der ehrgeizigen Ar­beit un­se­rer So­ci­al-Me­dia-Ma­na­ger nicht nur in Netz­werk-Gi­gan­ten wie Face­book, Goog­le+ und Twit­ter ra­sant steigt, son­dern auch in Netz­wer­ken für einen spe­zi­el­le­ren Nut­zer­kreis wie Pin­te­rest, Lin­ke­dIn, Stum­bleU­pon und VK.

Neben vom One­Eu­ro­pe-Team produzierten Artikeln, Videos und Bildern teilen wir auch Informationen unserer Partnerorganisationen über europäische Events, Initiativen, Kampagnen und Projekte. In mehreren europäischen Ländern sind Botschafter tätig, um das Projekt One­Eu­ro­pe bekannt zu machen und Kontakte zu lokalen Aktivisten und europäischen Initiativen zu knüpfen.

M!: Wie organisiert ihr euch als Grass-Root-Organisation? Wie schwierig ist die Koordinierung aller Aktivisten?

Hanna: Nun, was die Organisation der Arbeitsabläufe angeht, könnte OneEurope als Vorbild für die Europäische Union selbst dienen. Obwohl unsere Aktivisten über ganz Europa verteilt sind, bleiben wir durch unser gut entwickeltes Kommunikationsnetzwerk rund um die Uhr miteinander in Kontakt. Unsere Ehrenamtlichen wissen, dass sie bei allen technischen, organisatorischen oder anderen Fragen oder Problemen andere Aktivisten unseres Teams auf viele Arten kontaktieren können. Wir kommunizieren über Goo­gle­Talk, Skype, Gruppenchats oder themenbezogene Gruppen in Face­book, ein Online-Tool namens Podio und natürlich E-Mails und Newsletter. In unserem Fall ist die geographische Vielfalt eher ein Vor- als ein Nachteil: Dadurch, dass wir über verschiedene Zeitzonen hinweg präsent sind, sind immer Leute online, die helfen können. Außerdem haben Ivan und Che­ri­an immer ein Auge auf die Webseite und die sozialen Netzwerke gerichtet und helfen unseren Ehrenamtlichen dort, wo es nötig ist, mit technischen oder inhaltlichen Lösungen. Beide haben große Erfahrung in diesem Bereich.

Das allgemeine Interesse an der Entwicklung von OneEurope und an einem stärkeren Bewusstsein für europäische Themen spornt gleichzeitig unsere Aktivisten zu ihrer großartigen Arbeit an: Sie bringen immer wieder neue Ideen ein und engagieren sich über ihre eigentliche Rolle im Projekt hinaus. Eine weitere Besonderheit von OneEurope ist, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind: Menschen lernen voneinander und versuchen sich auf Gebieten, an die sie sich vorher nicht herantrauten. Wir sind unserem herausragenden Team sehr dankbar. Es sind Menschen, die ihr Wissen, ihr Talent, ihre Ideen und ihre Zeit OneEurope widmen. Alle, die für OneEurope tätig sind, haben einen Beruf oder studieren, und viele von ihnen beteiligen sich an weiteren Projekten in ihren Ländern und Universitäten. Deshalb sind wir besonders stolz, dass wir so ein fleißiges und vielseitiges Team haben.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel