#NousSommesUnis – Das Medien-Survival-Kit

Artikel veröffentlicht am 14. November 2015
Artikel veröffentlicht am 14. November 2015

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Am Freitag, dem 13. November, haben mehrere Terroranschläge und Bombenexplosionen Frankreich, Europa und die Welt in einen Zustand der Verzweiflung gestürzt. Wie gehen wir am besten damit um? 

Ich war gerade am Arbeiten, als ich auf meinem Twitter-Account die aktuellen Entwicklungen im Fall der Terroranschläge von Paris sah. Zwölf Stunden später sind wir vermutlich alle noch schockiert über den Wahnsinn der vergangenen Nacht.

Für diejenigen unter euch, die in Paris sind, Freunde in Frankreich haben oder einfach wissen wollen, wer diese A****** sind, hier ein paar Tipps, wie ihr nicht zum blöden Schaf werdet.

Darum geht es nämlich. Die Anschläge von Freitagabend sollten uns Angst machen und damit in dumme Herdentiere verwandeln, die ständig Angst vor allem und jedem haben.

Diese Anschläge sollten uns die Lebensfreude verderben, unsere Nerven blank legen und ein für alle Mal jeden Wunsch nach Freizeit und Vergnügen, das wir einfach genießen können, verschwinden lassen. Freunde auf ein Bier oder einen Kaffee treffen, ein Konzert besuchen oder ein Fußballspiel anschauen, um den Kopf frei zu kriegen.

Aber wir müssen dagegen ankämpfen und auch unseren Liebsten, Freunden, Familien und Bekannten helfen, damit wir clever und anständig bleiben. Es ist ganz normal von den Ereignissen verängstigt zu sein, es ist auch normal erst einmal nichts dagegen zu tun.

Terroristen und ihre Anführer haben Europa und vielleicht Frankreich aus bestimmten Gründen angegriffen. Weil wir unsere Freizeit genießen, weil wir frei sind unsere Zeit zu verbringen wie wir wollen. Der Anschlag vom Januar sollte unsere Meinungsfreiheit zerstören, nun ist unserer freier Geist und unsere Lebensweise zum Ziel geworden.

Dafür haben sie einfache Werkzeuge, die nicht ihnen gehören. Wir können uns die aktuellen Entwicklungen anschauen - aber richtig.

# Prüfe deine Quellen 

Wenn Du bei Twitter, Facebook, Reddit oder wo auch immer bist, prüfe sorgfältig, welchen Accounts du folgst. Verfolge immer zurück, woher die Quelle des Tweets stammt. Handelt es sich um einen anonymen Account nur mit Retweets, dann ist dieser womöglich nicht vertrauenswürdig und ohne Newswert oder glaubwürdiger Information. Wenn du dich von gegensätzlicher Information überfordert fühlst, halte dich an Nachrichtenagenturen, offizielle Accounts der Polizei oder schau einfach ein paar Stunden nicht auf Laptop oder Smartphone. 

# Wähle deine Medien

Prüfe und Wähle deine Nachrichtenanbieter aus. Wir empfehlen gerade hauptsächlich Live-Blogs von Le Monde oder Libération. Man könnte einwerfen, dass sie nicht immer die neuesten Infos haben, aber sie haben im Januar dadurch Vertrauen gewonnen, dass sie nur doppelt und dreifach durch ihre Quellen und Reporter geprüfte News und Fakten veröffentlicht haben. Außerdem entscheiden sie häufig, blutige Video und anderes Bildmaterial, das Zuschauer verstören könnte, nicht zu veröffentlichen.

Wer nur Englisch versteht, dem können wir the Guardian empfehlen. Bei den Fernsehsendern hat bisher France 24 English Version aus Paris die beste Berichterstattung.

Aber die wichtigste Frage lautet: geht es euch gut?