No. 01 Angekommen.

Artikel veröffentlicht am 15. Oktober 2010
Artikel veröffentlicht am 15. Oktober 2010
Da bin ich. Shanghai. 18.884.600 Einwohner leben hier auf engstem Raum. Ich jetzt auch. Mit 23 kg Gepäck hat British Airways mich in dieser Wüste abgesetzt. Jetzt gehts los. Abenteuer, große weite Welt und so. Mein erster Eindruck: oh mein Gott, wo bin ich hier!? Die Stadt ist grüner, als ich vermutet hätte.
Hochhäuser so weit das Auge reicht und direkt daneben kleine traditionelle chinesische Häuser, die mehr und mehr verdrängt werden. Überall muss ich meinen Pass vorzeigen, Geld bezahlen, Seiten voller chinesischer Schriftzeichen unterschreiben und wenn ich frage, warum ich das tun sollte, lautet die Antwort „Please sign here...“

Mein zweiter Eindruck: vielleicht bleib ich doch erstmal ein paar Monate. Elf um genau zu sein. Gleich am ersten Tag habe ich mein Zimmer im Tongji Studentenwohnheim bezogen. Ein eigenes Zimmer ist hier Luxus. Ich teile mir mein Zimmer mit Yeli aus Venezuela. Die chinesischen Studenten wohnen in acht- bis zehn-Bett-Zimmern. Mein Zimmer ist schrecklich. Jugendherbergsatmosphäre, null Privatsphäre und ein Bad, das von Tierchen bewohnt wird. Das Leben hier läuft langsamer. Was sicher auch an den 35 Grad und der hohen Lufttemperatur liegt... Abends tropft das kondensierte Wasser an den Klimaanlagen herunter. Und abends beginnt hier ab 17.30 Uhr, wenn die Sonne untergegangen ist. Das Bild zeigt den Ausblick aus meinem Zimmer und vermittelt Euch einen ersten Eindruck von der Vielseitigkeit dieser Stadt.