Nach Kaczynski: Polens politische Zukunft in den Sternen

Artikel veröffentlicht am 14. April 2010
Artikel veröffentlicht am 14. April 2010
In 60 Tagen soll in Polen ein neuer Präsident gewählt werden. Doch es ist schwer zu sagen, ob sich die polnische Bevölkerung nach dem Flugzeugunglück von Smolensk am 10. April 2010, bei dem ein Teil der Elite der Nation ums Leben kam, so schnell aufraffen kann. Anmerkungen des amerikanischen cafebabel-Bloggers 'Gulf Stream Blues'.

Es ist schwer abzusehen, wer nach Lech Kaczynski die Führung der PiS (Partei Recht und Gerechtigkeit) übernehmen könnte. Wahrscheinlich ist es, dass sein Zwillingsbruder, der ehemalige Premierminister Jaroslaw Kaczynski, das Rennen macht. Die beiden waren bekannte Kinderdarsteller (Polens Version der Olsen Zwillinge, wenn man so will) die heranwuchsen, um die PiS, eine rechtskonservative Partei, zu führen, die im letzten Jahrzehnt zunehmend an Popularität gewann. Die beiden Politiker waren auch bekannte polnische Widerstandskämpfer gegen den Kommunismus.

(Image: ©Filip Jurzyk)

Es ist jedoch schwierig vorherzusagen, was nun politisch gesehen in Polen passieren wird. Die Kaczynski-Zwillinge haben in den letzten Meinungsumfragen der Polen vor der Tragödie stark an Popularität einbüßen müssen. 2007 musste Jaroslaw sogar dem proeuropäischen Mittelinks-Politiker Donald Tusk weichen. Nun, da die Partei ohne Führung ist, könnte sie auch komplett kollabieren. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass der PiS-Kandidat, der in 60 Tagen ins Rennen gehen wird, eine große Zustimmung der Polen erhalten wird, insbesondere wenn der Kandidat Jaroslaw Kaczynski sein wird. Die Partei könnte ihren Abwärtskurs in einen fulminanten Rebound umwandeln.

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