Map of the week: Toleranz für die LGBT-Community

Artikel veröffentlicht am 17. Mai 2017
Artikel veröffentlicht am 17. Mai 2017

In vielen Ländern bleibt die Diskriminierung und Belästigung der LGBT-Gemeinschaft an der Tagesordnung. Die Studie Rainbow Europe stellt juristische, politische und soziale Informationen über die Community in Europa zusammen. Sind wir in Europa wirklich so tolerant, wie wir immer behaupten? 

Auch wenn wir glauben, in einer offenen und toleranten Gesellschaft zu leben, bringt die gleichgeschlechtliche Liebe oder der Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung vielerorts immer noch Ablehnung, Gewalt und Hass mit sich. Der Verein ILGA Europe arbeitet deshalb an allen Fragen rund um diese immer noch stigmatisierte Gruppe der LGBT (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle). Mit dem Projekt Rainbow Europe wird Europa auf seine Toleranz hin geprüft. Kriterien sind dabei der Zugang zum Arbeitsmarkt, öffentliche Akzeptanz, Beteiligung an politischen Prozessen und die juristische Anerkennung der Homo-Ehe.

Die Studie listet 49 europäische Läder bezüglich ihrer Toleranz gegnüber LGBT auf. Null Prozent bedeutet, dass es in einem Land keinerlei Toleranz gegenüber der Community gibt 100% heißt, die LGBT-Community ist vollkommen gleichgestellt. Aber ihr habt es euch wahrscheinlich schon gedacht, dieses Land gibt es leider noch nicht.

Der Studie zufolge ist Malta das respektvollste Land in Europa mit 87%, es hat die Homo-Ehe 2014 offiziell anerkannt. Gleich darauf folgen Belgien (81%), Großbritannien (81%), Dänemark (70%) und Spanien (70%), auch wenn in Spanien homophobe Angriffe laut der Tageszeitung eldiario wieder steigen.

Im Mittelfeld finden sich Länder der Balkanregion, Estland (36%) aber auch die Schweiz (33%). Schlusslichter sind Monaco (10 %) oder auch Lettland (17 %). Auch wenn der baltische Staat nach dem Fall des Eisernes Vorhangs 2015 die erste Europride in einem post-sowjetischen Staat organisierte, bleibt die öffentliche Meinung dort gespalten.

---