Map of the Week: Nicht überall 'Netflix and chill'

Artikel veröffentlicht am 22. April 2016
Artikel veröffentlicht am 22. April 2016

Netflix greift hart gegen VPNs und andere Schummeleien durch, damit Nutzer keine Filme und Serien mehr sehen können, die für ihr Land nicht lizensiert sind. Da die meisten Länder außerhalb der USA beim Inhalt zu kurz kommen, fragen wir nach: Welche europäischen Länder bekommen für ihr Geld den besten Service? Wer hat das größte House of Cards und wer bleibt allein mit Jessica Jones?

Die neusten Sicherheitsmaßnahmen von Netflix sollen die Streamingplattform unausweichlich machen. Der Video-on-Demand-Anbieter hat es satt, dass die Nuttzer technologische Schliche benutzen, um an exklusive Inhalte aus den USA zu kommen. Jetzt will er den Tricks mit Virtual Private Networks (VPNs) und anderen Täuschungsmanövern einen Riegel vorschieben.

Der amerikanische Streaming-Konzern hat im Januar 130 neue Länder in seinen Service aufgenommen, unter anderem Serbien, Russland und Polen. Insgesamt kann man den Service jetzt in 190 Ländern nutzen, allerdings immer noch nicht in China. Auch nicht an Orten, die „Auflagen der US-Regierung, die für amerikanische Unternehmen gelten“ unterliegen: Syrien, Nordkorea und die Krim.

Welche Filme und Serien über Netflix abrufbar sind, kann sich allerdings von Ort zu Ort stark unterscheiden. Schuld daran sind die verschiedenen Gesetze der Länder zu Lizenzen und Urheberrechten. Im Januar 2016 hat die Webseite finder.com eine Liste zusammengestellt, mit der der Dienst in unterschiedlichen Ländern verglichen werden kann. Die amerikanische Version der Seite lizensierte weit mehr als der Rest der Welt: 5750 verschiedene Filme oder TV-Titel. Die Britischen Jungferninseln sind nicht nur eine Steueroase, mit 3608 Optionen sind sie auch ein Paradis für Netflix-Nutzer.

Unter den Europäern haben es die Iren am besten: 2963 verschiedene Titel kann man in ihrem Land über den Streamingdienst abrufen. Dicht dahinter kommt Litauen, das seine baltischen Nachbarn mit 2937 angebotenen Produktionen weit zurücklässt. Das Schlusslicht bildet das arme Albanien, dessen 233 erreichbare Titel nur für eine sehr kurze Runde „Netflix and chill“ reichen.

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Quelle: Den ganzen Bericht gibt es auf finder.com. Für Zypern, Montenegro und Kosovo stehen keine Daten zur Verfügung