Map of the week: Europas NEETs

Artikel veröffentlicht am 3. Juni 2015
Artikel veröffentlicht am 3. Juni 2015

NEET bezeichnet Personen, die weder Studenten, Praktikanten oder Angestellte sind. Das ursprünglich aus Großbritannien stammende Wort ist in anderen EU-Ländern nahezu unbekannt. Und das, obwohl es sich um ein weit verbreitetes Phänomen in Europa handelt. Die OECD hat trotzdem versucht, die unsichtbare Jugend zu erforschen.

Vor der Krise hatte man in Spanien bereits vorsichtig damit begonnen, die weder arbeitende noch studierende Jugend als ‚ninis‘ (die 'Wedernochs') zu bezeichnen. Als dann klar wurde, dass Europa ein richtig dickes Problem mit der Jugendarbeitslosigkeit hat, war das Schlagwort in spanischen Medien plötzlich überall, ohne dass man so genau wusste, worum es sich bei diesen Leuten eigentlich handelt.

Deshalb hat sich die OECD - die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - kürzlich dazu entschieden, ein wenig Licht ins Dunkel dieser unsichtbaren Minderheit zu bringen. Ein Viertel der jungen Spanier, so kam bei der Studie heraus, seien laut OECD Not in Education, Employment or Training (NEET). Ähnlich sieht es in Griechenland und Italien aus, wo man von sogenannten ‚nenes‘ spricht.

In anderen Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Polen und Portugal bleibt der Anteil der NEETs an der Bevölkerungsschicht der 18-29-Jährigen unter 20%. Tschechien, Slowenien, Finnland, Dänemark und Estland befinden sich mit einem Anteil zwischen 10% und 15% an NEETs im Mittelfeld, während die Länder mit den wenigsten ‚Wedernochs‘ ohne große Überraschung Deutschland, Österreich, Schweden, Norwegen und Holland sind. Kein Wunder, dass sich das Akronym hier nicht durchgesetzt hat.