Map of the week: Europa surft im Internet

Artikel veröffentlicht am 24. Februar 2016
Artikel veröffentlicht am 24. Februar 2016

Morgens Emails checken, mittags ein Bild von der Sushi-Lunchbox bei Instagram hochladen und abends die Bahntickets für den Wochenendausflug nach Amsterdam buchen: Alles spielt sich mittlerweile im Internet ab. Unsere Karte der Woche bildet den prozentualen Anteil der Internet-Nutzer in Europa ab. Wer hätte gedacht, dass die unauffälligen Luxemburger die größten Internet-Suchtis sind. 

"Ein Tag ohne Internet ist ein verlorener Tag" denken sich die Luxemburger und surfen mit einer täglichen durchschnittlichen Internetnutzung von 92% dem restlichen Teil Europas davon. Das ist das Ergebnis einer Studie des Statistischen Amts der Europäischen Union, Eurostat, das die Internetnutzung der Europäer im Jahr 2015 unter die Lupe genommen hat. 

Dicht gefolgt auf Luxemburg kommen Länder wie Norwegen, Dänemark und Finnland mit jeweils 89, 87 und 85% Internetnutzung pro Tag im Durchschnitt. Damit liegen Skandinavien und Luxemburg weit oberhalb des EU-Gesamtschnitts mit 67%. Schlusslicht bilden Rumänien (37%), Türkei (40%) und Bulgarien (46%). 

Das sich abzeichnende Nord-Süd-Gefälle bestätigt nicht nur alte Klischees, es zeigt auch, wie unterschiedlich das Web-Verhalten im geeinten Europa ist.

Internetnutzung als Indikator für Innovationsfähigkeit und Wohlstand? Beispiel Estland. Dieses Land hat nicht nur beim letzten Eurovision Song Contest abgeräumt, es gilt auch als digitaler Vorreiter im E-Government. Deutsche und französische Behörden wirken dagegen eher oldschool.

Wenn der Schlüssel zum Erfolg in stundenlanger Surferei liegt, sollten sich die mittel-, süd- und osteuropäischen Länder eine Scheibe Nerdigkeit von Luxemburg abschneiden.