Manus Island: Hilferufe aus dem Nirgendwo

Artikel veröffentlicht am 20. April 2016
Artikel veröffentlicht am 20. April 2016

Behrouz und Omars Odyssee endet auf Manus Island – einem Vorhof zur Hölle, ohne Zukunft oder Hoffnung. Die Geschichten derer, die vor Gewalt und Verfolgung flüchten, treffen sich auf dieser Pazifischen Insel. Sie wollten nach Australien, in ein Land, das sie wahrscheinlich nie willkommen heißen wird. Nowhere Line: Voices from Manus Island ist die neue Dokumentation von unseren Partnern 99.media.

Auf Manus Island befindet sich ein Flüchtlingsgefängnis. Wer auf der Suche nach einem besseren Leben oder einem Zufluchtsort ist, sieht seine Hoffnungen hier irgendwann im Ozean untergehen. Die meisten Menschen, die versuchen, nach Australien überzusetzen, ertrinken. Für die Überlebenden ist die Zukunft dann auf Manus Island von vier Wänden begrenzt. Es gibt keine Chance, in Australien aufgenommen zu werden. Nach Hause - zu Tod und Verfolgung - zurückzukehren, ist auch keine Option. Aber auf Manus Island sieht es auch nicht besser aus. Nach Monaten des Elends und der nervenaufreibenden Warterei haben der Hass der Einheimischen und die Gleichgültigkeit der Wachen sich in grausamer Gewalt gegen die Flüchtlinge niedergeschlagen.

Unsere Partner bei 99.media haben mit zwei Inhaftierten telefoniert. Behrouz und Omar (die Namen wurden aus Sicherheitsgründen geändert) erzählen von einem Leben des Terrors und der Gewalt im Camp. Hilferufe aus dem Nirgendwo erzählt die Geschichte einer hoffnungslosen Zukunft.

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Im Rahmen unserer Partnerschaft mit der mehrsprachigen Videoplattform 99. media stellen wir euch auf cafébabel in den nächsten Wochen eine Reihe Dokumentarfilme vor.