Maisie Williams ist nicht nur Arya Stark

Artikel veröffentlicht am 28. April 2015
Artikel veröffentlicht am 28. April 2015

Maisie Williams, alias Arya Stark, ist momentan gefühlt überall. Nach dem Release der 5. Saison von Game of Thrones und ihrem 18. Geburtstag ist sie ab dieser Woche in ihrer ersten großen Rolle in The Falling in englischen Kinos zu sehen.

Sie war eine der diesjährigen European Shooting Stars auf der Berlinale 2015. Und bereits im Februar ließ Maisie Williams niemanden gleichgültig auf den Straßen Berlins. Sie war zweifellos das Gesicht der Shooting Stars 2015, diese Zukunftstalente der siebten Kunst, die jährlich zum Filmfestival in der deutschen Hauptstadt zusammenkommen. Dort konnte die englische Schauspielerin sogar einen Plausch mit ihrer deutschen Kollegin Sibel Kekilli halten, die die Rolle der Shae in Game of Thrones innehatte. Der Hype um den Anlauf der neuen Staffel der Serie hat bestätigt, dass Game of Thrones DAS angesagte Ding im Moment ist. Eine ziemlich düstere Historienserie mit einer gehörigen Portion Gewalt, Sex, Verrat und Grabenkämpfen zwischen den verschiedenen Dynastien. Irgendwo zwischen diesen Intrigen und der Vielzahl an Charakteren hat sich Arya, die jüngste Tochter der Familie Stark, gut durchsetzen können. Doch Maisie, die mittlerweile 18 Jahre alt ist, denkt bereits an neue Abenteuer. Aktuell ist sie im Kino mit The Falling zu sehen, ein Film, in dem sie eine Schülerin spielt, deren beste Freundin im England der sechziger Jahre schwanger ist. 

Trailer: The Falling

cafébabel: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dir und Arya, deiner Rolle in Game of Thrones?

Maisie Williams: Sie ist jemand, der immer sagt, was sie gerade denkt. Manchmal würde ich auch gern so direkt handeln. Es ist wichtig, seine Meinung zu sagen, wie sie das macht, und nicht immer nur in seiner Ecke zu bleiben, um niemanden vor den Kopf zu stoßen.

cafébabel: Das Storytelling von Game of Thrones ist ziemlich brutal, auch für deine Rolle. Hast du die Bücher gelesen, bevor du dich in das Abenteuer gestürzt hast?

Maisie Williams: Nein, als ich zum Casting gegangen bin, war ich gerade 12 Jahre alt und wusste so gut wie gar nichts über das Projekt, in das ich mich da stürzte. Die Bücher waren meinem Alter auch nicht wirklich entsprechend.

cafébabel: Eine weitere Geduldsprobe in der Serie: Du verlierst viele dir nahestehende Personen.

Maisie Williams: Ja, das ist schade. Denn das sind ja auch immer Schauspieler, mit denen man sich gut verstanden hat und die das Abenteuer dann hinter sich lassen müssen. Wir bleiben natürlich in Kontakt, aber es ist eben nicht das Gleiche, wenn man sich nicht mehr beim Dreh sieht. Und in jeder Saison, wenn ich das neue Script erhalte, frage ich mich immer, wer wohl der Nächste auf der Liste sein wird. Oder ob ich es nicht vielleicht bin, die getötet wird.

cafébabel: Du hast auch in dem Jugenddrama Internet-Mobbing (Cyberbully im Original) mitgespielt, in dem es um Sicherheitslücken im Internet geht.

Maisie Williams: Das Surfen im Internet ist überaus populär – da stellt sich natürlich schnell die Frage zur Sicherheit. Ich wollte auch zeigen, dass das, was dort geschrieben steht, reell ist und Menschen tatsächlich verletzen kann.

cafébabel: Du bist ja auch selbst mit sehr präsent im Netz. Mit über 800 000 Followern auf Twitter und ähnlich großen Fangemeinden auf Facebook und Instagram. Was bringt dir dieser Kontakt mit dem Publikum?

Maisie Williams: Ich denke, dass es wichtig ist zu zeigen, dass ich Maisie bin, nicht nur Arya, die man im Fernsehen sieht. Mir gefällt es zu zeigen, was ich bin und was mir gefällt. Es stimmt schon, manchmal ist man ziemlich geplättet darüber, was alles so im Netz rumerzählt wird. Aber das ist eine Wahl, die ich für mich getroffen habe, da stehe ich dazu. Dass ich zeigen möchte, wer ich wirklich bin, hat auch eine andere Ursache. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Rollen für neue Drehbücher. Und somit zeige ich meine verschiedenen Facetten.

Maisie ist gerade volljährig geworden. Deshalb fordert sie andere junge Menschen wie sie zum Wählen auf.