Local Team of the Month: Berlin

Artikel veröffentlicht am 21. März 2014
Artikel veröffentlicht am 21. März 2014

Cafébabel zeichnet nicht nur einzelne Persönlichkeiten aus, sondern auch ganze Gruppen. Im Februar hat das Local team in Berlin mit seiner Berichterstattung von der Berlinale alle Rekorde gebrochen. Hier kommt ihre Dankesrede - so schön, als hätten sie selbst den Goldenen Bären erhalten. Aber wenigstens danken sie nicht ihren Eltern. 

Ah, die Berlinale...

Täglich wandeln wir auf den Straßen um den Potsdamer Platz, unsere Herze weit geöffnet für uns noch völlig unbekannte Filme. Die Akkreditierung baumelt uns um den Hals, die Augen haben wir halb geschlossen, da wir gerade erst aus dem Kinosaal gekommen sind und uns noch nicht wieder ans Tageslicht gewöhnt haben. O-Ton Pressesprecher: "Naja, am Ende, falls Sie das bemerkt haben, da gibt es noch mal richtig Action." O-Ton Filmkritiker: "Über den Film werde ich rein gar nichts schreiben, ist das eine Scheiße!" Die meisten Journalisten bleiben selten länger als fünf Minuten im Film oder zücken spätestens nach dem Intro ihr überdimensioniertes Handy, eine Berlinale 2001-Vintagetasche über der Schulter. Nicht so wir. 

Für alle Berliner, und daher auch für alle Journalisten von Cafébabel Berlin, reimt sich "Februar" auf "Berlinale". Okay, die Endung mag zwar nicht ganz stimmen, aber wir schreiben hier ja auch eher Prosa. Die ganze Stadt ist mit Shampoo-Werbung zugekleistert, an jeder Ecke verfolgen Paparazzi einen neuen B-Promi und uns Babelianern schlägt das kleine investigative Journalistenherz viel zu schenll - ganz wie bei Günter Wall­raff. Das Wort "aufhören" kennen wir nicht und bedenken in unserer Berichterstattung den ganzen Globus, mehr noch als CNN. Für die Stars von morgen haben wir einen feineren Riecher als alle Juroren von DSDS zusammen genommen und analysieren ohne mit der Wimper zu zucken alle Filme im Wettbewerb bis ins letzte Detail - aber natürlich noch schneller als Deep Blue. 

Unsere Bilanz kann sich sehen lassen: 58 Artikel und mehr als 15 Artikel in den Sprachen von Wim Wenders, Alain Resnais und Ken Loach. Tränenreich und mit zitternder Hand, ganz wie bei der Verleihung der Berliner Bären, nehmen wir also diesen Preis entgegen und danken der ganzen Mannschaft, ohne die dies nie möglich gewesen wäre. Das hätten wir ja nie erwartet - echt nicht! - denn die anderen Kandidaten waren doch auch sooooooooooooo talentiert... In Berlin werden wir uns aber weder auf unserer goldenen Palme, noch auf unserern Lorbeeren ausruhen! Im März schon öffnen wir die Pforten unserer Fotoausstellung Se­cond Homedie junge Migrationsbewegungen in Europa ins Bild setzt. Der zweite Preis kann also kommen!