JOSÉ BOVÉ: Vier Fragen an den grünen Asterix 

Artikel veröffentlicht am 29. Januar 2014
Artikel veröffentlicht am 29. Januar 2014

Der Land­wirt hat meh­re­re Male Fi­lia­len von Mc­Do­nalds zer­stört und ist dafür ins Ge­fäng­nis ge­wan­dert. In die USA darf er seit­dem nicht mehr rei­sen. Glück­wunsch: Ge­ra­de ist er zum Spit­zen­kan­di­da­ten der eu­ro­päi­schen Grü­nen zu­sam­men mit Ska Kel­ler ge­wählt wor­den. Vier Fra­gen an den un­beug­ba­ren Ret­ter des guten Es­sens. 

Café Babel: Sie waren Ak­ti­vist, jetzt haben Sie ein Büro in Brüs­sel.  Wie fühlt sich das an?

José Bové: Gut, sonst würde ich das ja nicht ma­chen. Das Pro­blem ist, wie brin­gen wir die so­zia­len Be­we­gun­gen, die sich gegen Kli­ma­wan­del en­ga­gie­ren dazu, Druck auf die In­sti­tu­tio­nen aus­zu­üben? Des­halb brau­chen wir drin­gend die Un­ter­stüt­zung von NGOs und so­zia­len Be­we­gun­gen.

CB:Was hal­ten Sie davon, dass David Ca­me­ron Im­mi­gra­ti­on aus eu­ro­päi­schen Län­dern re­gu­lie­ren möch­te?

JB: David Ca­me­ron er­le­digt im Mo­ment die Ar­beit der rechts­ge­rich­te­ten Po­pu­lis­ten. Das ist sehr ge­fähr­lich, denn wenn man ein­mal die Tür ge­öff­net hat, kann nie­mand ga­ran­tie­ren, dass diese Tür auch wie­der zu­geht.

CB: Kön­nen Sie mir das Wort mal­bouf­fe er­klä­ren?

JB: Das Wort be­zeich­net die in­dus­tri­el­le Land­wirt­schaft und die Stan­dar­di­sie­rung von Essen. Wer ge­norm­tes Essen haben will, braucht große Far­men, die schlech­tes Essen ma­chen. Ich möch­te le­cke­res und ge­sun­des Essen.

CB: Haben Sie schon ein­mal bei Mc­Do­nalds ge­ges­sen?

JB: Noch nie.